Der Buckelwal, der bereits vor einigen Tagen am Timmendorfer Strand für Aufsehen gesorgt hatte, ist am Freitag offenbar erneut auf einer Sandbank gestrandet – diesmal in der Wismarer Bucht. Ein erstes Foto zeigt den Rücken des Tieres aus dem Ostseewasser ragen. Schon am Vormittag hatten Zeugen entsprechende Sichtungen gemeldet.
Sichtung von der Seebrücke Bad Wendorf
Gegen 13.30 Uhr bestätigte ein Reporter, den Wal von der Seebrücke in Bad Wendorf aus gesehen zu haben. Damit hat der Meeressäuger erneut deutlich von der Route abgedreht, die er eigentlich nehmen müsste, um über die dänischen Gewässer zurück in die Nordsee zu gelangen.
Greenpeace und Polizei unterwegs zum Wal
Sowohl Greenpeace als auch die Polizei machten sich am Nachmittag auf den Weg, um die Lage zu prüfen. Ziel ist es, den Wal – wie bereits zuvor – von den gefährlichen Flachwasserbereichen fernzuhalten und ihn wieder in tiefere Gewässer zu lotsen.
Nach Angaben von Beobachtern bewegte sich das Tier zunächst Richtung Osten, später im Zickzack zwischen Travemünde und Boltenhagen. Dabei blieb der Wal immer wieder in Ufernähe und geriet mehrfach in die Nähe von Sandbänken.
Einsatz am Abend abgebrochen
Am Abend entschieden die Such- und Rettungsteams, den Einsatz vorerst zu unterbrechen. Der Wal solle zur Ruhe kommen, bevor am Samstag ein neuer Versuch gestartet wird, ihn sicher Richtung Nordsee und weiter in den Atlantik zu begleiten.