Die Bürgerschaft der Hansestadt Wismar hat am Donnerstagabend den neuen Verkehrsentwicklungsplan beschlossen. Das rund 200 Seiten umfassende Konzept bildet die strategische Grundlage für die Verkehrsentwicklungsplanung der kommenden Jahre. Erarbeitet wurde es von externen Fachplanern und enthält Maßnahmenvorschläge für den Fußgänger‑, Rad‑ und Autoverkehr.
Maßnahmen für alle Verkehrsarten
Das Konzept zeigt auf, wo Radwege gebaut oder verbessert werden könnten, welche Straßen sich für Fahrradstraßen eignen und an welchen Stellen Parkplätze entfallen oder neu entstehen könnten. Die Vorschläge dienen der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft als Orientierung für künftige Entscheidungen. Konkrete Umsetzungen müssen jeweils separat beschlossen und finanziert werden.
Dem Konzept gingen über mehrere Jahre hinweg Haushaltsbefragungen, Informationsveranstaltungen und Verkehrszählungen voraus. Der Auftrag für die Erstellung wurde bereits 2020 vergeben, erste Überlegungen reichen laut Stadt sogar bis 1996 zurück.
Kontroverse um Parkraum
In der Bürgerschaft wurde das finale Dokument intensiv diskutiert. Mehrere Fraktionen brachten fünf Änderungsanträge ein, die überwiegend darauf abzielten, die Vorschläge zum Rückbau von Parkplätzen aus dem Konzept zu streichen. Die Debatte dauerte zweieinhalb Stunden und wurde mehrfach für interne Beratungen unterbrochen.
Letztlich fanden die Änderungsanträge keine Mehrheit. Der Verkehrsentwicklungsplan wurde unverändert angenommen. Welche finanziellen Auswirkungen die Umsetzung einzelner Maßnahmen künftig haben wird, lässt sich derzeit noch nicht beziffern.