Der CDU‑Spitzenkandidat in Mecklenburg‑Vorpommern, Daniel Peters, will in den verbleibenden zwei Wochen bis zur Landtagswahl deutlicheren Abstand zur SPD im Bund markieren.
„Wir brauchen jetzt eine wirkliche Reformagenda. Das, was uns immer ausgezeichnet hat, ein klarer wirtschaftspolitischer Kurs, und den gilt es jetzt zu verfolgen“, sagte Peters im Interview mit Welt‑TV. Man müsse die drohende Deindustrialisierung stoppen – „mit knallharten Reformen“. Dies müsse auch die SPD verstehen.
Fokus auf Landesthemen statt Bundespolitik
Gleichzeitig betonte Peters, dass die Wahl am 20. September eine Entscheidung über die Zukunft Mecklenburg‑Vorpommerns sei – nicht über die Bundespolitik. „Wir haben im Moment eine Situation, in der wir gar keine Landtagswahl stattfinden lassen. Es geht gar nicht um die Landesthemen. Es geht darum, irgendwie die AfD zu verhindern.“
Er kritisierte, dass bundespolitische Debatten oft die eigentlichen Themen des Landes überlagerten. „Es kommt am 20. September auf das Land Mecklenburg‑Vorpommern an. Da wird nicht über die Bundespolitik abgestimmt.“
„Merz steht nicht zur Wahl“
Peters kündigte an, die CDU werde in den kommenden 14 Tagen klarer herausstellen, dass es um die Kandidatinnen und Kandidaten im Land gehe. „Friedrich Merz steht nicht zur Wahl, sondern ich und die Kandidatinnen und Kandidaten der Union in Mecklenburg‑Vorpommern stehen zur Wahl.“
Blick nach Sachsen‑Anhalt und Umfragen in MV
Bei der Landtagswahl in Sachsen‑Anhalt war die AfD mit 43,8 Prozent stärkste Kraft geworden. Die CDU erreichte 17,2 Prozent, die Linke 8,6 Prozent, die SPD 9,3 Prozent, die Grünen 8,9 Prozent, das BSW 5,3 Prozent; die FDP verpasste mit 2,6 Prozent den Einzug in den Landtag.
In Mecklenburg‑Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. Auch hier liegt die AfD in Umfragen vorn – bislang unter der Marke von 40 Prozent. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig folgt auf Rang zwei. Der CDU droht ein historisch schwaches Ergebnis mit Werten um oder unter zehn Prozent.