Im Künstlerhaus Schloss Plüschow ist ein Fund gelungen, der weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit verdient. Ein barockes Wandbespannungsfragment, mehr als 30 Jahre unbeachtet und im Verborgenen, konnte nahezu unversehrt geborgen werden. Der Fund wird bereits als „Wunder von Plüschow“ bezeichnet – ein Glücksfall für die mecklenburgische Kulturgeschichte.
Damit das historische Fragment nicht nur restauriert, sondern auch wissenschaftlich aufgearbeitet und dauerhaft dokumentiert werden kann, unterstützen die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Mecklenburg‑Nordwest das Projekt mit einer umfassenden Förderung. Am Mittwoch wurde der entsprechende Förderbescheid im Schloss übergeben.
Ein starkes Signal für regionale Identität
Die gemeinsame Förderung ist weit mehr als ein finanzieller Beitrag. Sie unterstreicht die Bedeutung regionaler Kulturpflege und die Verantwortung, historische Zeugnisse sichtbar und zugänglich zu machen. Das Wandbespannungsfragment soll im Rahmen einer wissenschaftlichen Publikation detailliert beschrieben, kunsthistorisch eingeordnet und für die Öffentlichkeit erschlossen werden.
Feierliche Übergabe im Schloss Plüschow
Die Übergabe des Förderbescheids fand direkt vor dem restaurierten Fragment statt. Kay Facklam, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mecklenburg‑Nordwest, überreichte den Bescheid an Miro Zahra, Leiterin des Mecklenburgischen Künstlerhauses Schloss Plüschow. Beide betonten die Bedeutung des Fundes für die regionale Kulturgeschichte und die Chance, das Wissen darüber weit über Plüschow hinaus zu vermitteln.
Mit der Förderung ist der Grundstein gelegt, das „Wunder von Plüschow“ dauerhaft zu sichern und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen – ein Meilenstein, der die kulturelle Identität Mecklenburgs stärkt und zukünftigen Generationen ein außergewöhnliches Zeugnis barocker Raumkunst bewahrt.