Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bringt zur Bürgerschaftssitzung am 26. März 2026 einen Antrag ein, der sich mit den Altlasten im Bereich des Drewesparks befasst. Der Bürgermeister soll prüfen lassen, wie der kontaminierte Aushub auf städtischem Grund im nordwestlichen Teil des Areals fachgerecht entsorgt werden kann. Zudem soll sichergestellt werden, dass die betroffenen Flächen so saniert werden, dass keine Gefahr mehr für Mensch und Umwelt besteht.
Hintergrund des Antrags sind die Umweltgutachten, die der Bauleitplanung für das Gebiet der ehemaligen Kokerei zugrunde lagen. Sie hatten extreme Belastungen des Bodens mit Cyaniden, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW) aufgezeigt – teils in Konzentrationen, die tausendfach über den Grenzwerten liegen. Besonders betroffen war der nordwestliche Bereich des Baugebietes, der direkt an eine bis heute bewirtschaftete Kleingartenanlage grenzt und teilweise in diese hineinragt.
Vor dem Bau des Einkaufszentrums wurde zwar eine Bodensanierung durchgeführt, sie erfasste jedoch nicht das gesamte kontaminierte Material und deckte das Areal nicht vollständig ab. Ein Teil des belasteten Aushubs liegt bis heute ungesichert – sowohl auf privatem als auch auf städtischem Land. Dadurch können Schadstoffe seit Jahren ausgewaschen werden und in die angrenzende Kleingartenanlage oder in das Feuchtbiotop Kuhweide gelangen.
Während die Sanierung des privaten Grundstücksteils offenbar Gegenstand eines Gerichtsverfahrens ist, sehen die Grünen keinen Grund, die auf städtischem Boden lagernden Altlasten weiter unberührt zu lassen. Angesichts der unmittelbaren Nähe zu Gärten, in denen Obst und Gemüse angebaut werden, halten sie zudem eine gezielte Untersuchung der aktuellen Belastung des Grenzbereichs für notwendig. Mit dem Antrag soll die Stadt nun handeln und die Voraussetzungen für eine sichere, umweltgerechte Sanierung schaffen.