Der Kreistag Nordwestmecklenburg hat am Donnerstag einen wichtigen Kurswechsel für die temporäre Unterbringung der Kreismusikschule Wismar beschlossen. Statt eines Container‑Ersatzbaus auf dem Gelände des Berufsschulzentrums Nord soll die Musikschule zum 1. Januar 2027 in das Gebäude in der Friedrich‑Techen‑Straße 20 ziehen, das bislang als Kinder‑ und Jugendfreizeitzentrum genutzt wurde.
Containerlösung vom Tisch
Mit dem Beschluss hebt der Kreistag seine Entscheidung vom Oktober 2025 auf. Damals war vorgesehen, auf dem Gelände in der Mozartstraße einen modularen Ersatzbau zu errichten. Die Verwaltung hatte diese Lösung vor allem aus zeitlichen Gründen empfohlen, um Planungssicherheit für den Doppelhaushalt zu gewährleisten.
Inzwischen wurden jedoch mehrere Alternativen geprüft – mit einem klaren Ergebnis: Die Mietlösung in der Friedrich‑Techen‑Straße gilt als wirtschaftlicher, schneller umsetzbar und langfristig flexibler.
Gebäude bietet gute Voraussetzungen
Das zentral gelegene Gebäude verfügt über eine solide Bausubstanz und kann mit überschaubaren Umbauten für den Musikschulbetrieb hergerichtet werden. Besonders im Dachgeschoss sind Anpassungen nötig, darunter akustische Maßnahmen, um den vollständigen Unterrichtsbetrieb – mit Ausnahme des Tanzbereichs – zu ermöglichen.
Zudem eröffnet der Standort langfristig bessere Perspektiven für eine spätere Nutzung durch die Kreisvolkshochschule, was die Verwaltung als zusätzlichen Vorteil bewertet.
Entscheidung unter Vorbehalt
Der Beschluss ist jedoch an eine Bedingung geknüpft: Die laufenden Verhandlungen des Landrats mit der Hansestadt Wismar müssen bestätigen, dass die Anmietung tatsächlich kostengünstiger ist als die ursprünglich geplante Containerlösung. Erst dann kann der Standortwechsel endgültig vollzogen werden.
Rückblick: Suche nach Alternativen
Bereits im Oktober 2025 hatte der Kreistag den temporären Ersatzbau für das Schuljahr 2027/2028 beschlossen. Gleichzeitig wurde zugesagt, weitere Liegenschaften in Wismar auf ihre Eignung zu prüfen. Zwei Objekte wurden daraufhin angeboten und besichtigt: Das DRK‑Gebäude in der Hans‑Grundig‑Straße und eben das Kinder‑ und Jugendfreizeitzentrum in der Friedrich‑Techen‑Straße.
Nach Abwägung aller Faktoren – Wirtschaftlichkeit, organisatorische Abläufe und zeitliche Machbarkeit – spricht nun vieles für die Friedrich‑Techen‑Straße. Die Räume sind bereits zum 1. Januar 2027 verfügbar, sodass Umbau‑ und Instandhaltungsarbeiten noch in diesem Jahr geplant und begonnen werden könnten.