Die Kriminalpolizei ermittelt aktuell in mehreren Fällen, in denen Jugendliche über Onlineplattformen massiv unter psychischen Druck gesetzt und gezielt zu selbstverletzenden Handlungen aufgefordert worden sein sollen. Die Behörden sprechen von einer besorgniserregenden Entwicklung und nehmen die Vorwürfe sehr ernst.
Täter üben gezielten psychischen Druck aus
Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Tatverdächtigen äußerst manipulativ vor. Sie setzen ihre Opfer durch Beleidigungen, Drohungen, Nötigungen und psychischen Zwang unter Druck. Der Erstkontakt erfolgt teilweise über Onlinespiele. Anschließend verlagert sich die Kommunikation häufig auf andere Plattformen oder Messenger-Dienste, wo der Druck weiter aufgebaut wird.
Die Folgen für die Betroffenen sind erheblich. Neben körperlichen Verletzungen berichten viele Jugendliche von starken psychischen Belastungen, die durch die wiederholte Einflussnahme der Täter entstehen.
Ermittlungen laufen – Schutz der Betroffenen hat Vorrang
Da die Ermittlungen noch andauern und die Jugendlichen besonders geschützt werden müssen, macht die Polizei derzeit keine detaillierten Angaben zu einzelnen Fällen. Klar ist jedoch: Das gezielte Drängen zu Selbstverletzungen ist eine Straftat und wird konsequent verfolgt.
Polizei appelliert an Eltern und Bezugspersonen
Die Behörden rufen Eltern, Erziehungsberechtigte und andere Bezugspersonen eindringlich dazu auf, aufmerksam zu sein und regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen über deren Online-Aktivitäten zu sprechen. Warnsignale wie unerklärliche Verletzungen, Rückzug oder auffällige Verhaltensänderungen sollten unbedingt ernst genommen werden.
Betroffene und Angehörige werden gebeten, sich umgehend an die Polizei zu wenden. Eine frühzeitige Anzeige kann helfen, weitere Taten zu verhindern und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.