Der St.-Marien-Kirchturm in Wismar wird in den kommenden Monaten erneut zum Ort für zeitgenössische Kunst. Unter dem Titel „Spurwechsel“ präsentieren vier Künstlerinnen aus Lüneburg vom 1. April bis zum 23. Juli 2026 ihre Arbeiten. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Die Welt bewege sich ständig, mal leise, mal laut, mal kaum wahrnehmbar und dann wieder mit voller Wucht – mit diesem Gedanken eröffnet die Ausstellung ihren thematischen Raum. Zwischen dem Vertrauten, das sich auflöst, und dem Neuen, das erst zögerlich sichtbar wird, entsteht ein Moment des Innehaltens. Genau diesen Zwischenraum greifen die Künstlerinnen in ihren Werken auf.
Die Ausstellung wird am 10. April um 19.00 Uhr offiziell eröffnet. Bürgermeister Thomas Beyer spricht zur Einführung, musikalisch begleitet wird der Abend vom Künstler Duncan Ó Ceallaigh.
Die beteiligten Künstlerinnen – Elisabeth Bohlen, Gabriele Klippstein, Gisela Milse und Beate Schmegel – haben sich intensiv mit dem Motiv des Spurwechsels auseinandergesetzt. Ihre Papierarbeiten, Malereien, Bildhauerarbeiten und Fotografien öffnen ein Feld des Schauens und Spürens. Die Werke drängen sich nicht auf, sondern laden dazu ein, sich langsam auf sie einzulassen. Veränderung wird hier nicht als Bruch inszeniert, sondern als Prozess, der sich in Linien, Formen, Materialien und Blickwinkeln niederschlägt.
„Spurwechsel“ versteht sich als Einladung, Wandel mit neuen Augen zu betrachten. Die Ausstellung zeigt, wie Kunst Übergänge sichtbar machen kann – und wie in jedem Wechsel ein Stück Zukunft liegt.