Am Tag der Städtebauförderung wird in Wismar die neue Sporthalle an der Käthe‑Kollwitz‑Promenade erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Teil des Programms ist auch die Einweihung des Kunstwerks „Ballwechsel“ der Künstlerin Anne Hille aus Starkow.
Die Veranstaltung beginnt um 12.30 Uhr mit einführenden Worten von Bürgermeister Thomas Beyer. Begleitend wird eine Ausstellung der Entwürfe gezeigt, die im Rahmen des Kunst‑am‑Bau‑Wettbewerbs zur Ausarbeitung eingeladen waren. Aus dieser finalen Runde ging „Ballwechsel“ als Siegerentwurf hervor.
Kunst am Bau für die neue Dreifeldsporthalle
Für den Neubau der Dreifeldsporthalle am Friedenshof hatte die Hansestadt Wismar einen Kunst‑am‑Bau‑Wettbewerb ausgelobt. Das Verfahren war als nichtoffener, anonymer Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenem Bewerberverfahren konzipiert. Als Standort wurde die Rückwand der Tribüne ausgewählt, die mit Akustikplatten verkleidet ist. Insgesamt standen rund 87 Quadratmeter gestaltbare Fläche zur Verfügung.
Die Finanzierung erfolgte über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, das die Berücksichtigung von Kunst am Bau ausdrücklich vorsieht. Der Siegerentwurf wurde am 26. Mai 2025 ausgewählt und im Dezember 2025 installiert.
Konzept des Kunstwerks
Das Werk „Ballwechsel“ greift zentrale Elemente des Mannschaftssports auf. Der Ballwechsel steht für Perspektivwechsel, Teamgeist und die Fähigkeit, sich auf wechselnde Spielsituationen einzustellen. Die Künstlerin nutzt die Schnittmuster verschiedener Sportbälle als gestalterisches Motiv. Diese zweidimensionalen Muster sind räumlich verzerrt dargestellt, sodass der Eindruck eines gekippten, sich auflösenden Raumes entsteht.
Die Grenzen zwischen Fläche und Raum verschwimmen, eindeutige Zuordnungen werden bewusst vermieden. Das Werk lädt dazu ein, den eigenen Standpunkt zu hinterfragen und neue Blickwinkel einzunehmen – eine Haltung, die nicht nur im Sport, sondern auch im gesellschaftlichen Miteinander von Bedeutung ist.