Am heutigen Donnerstag kommt es auch in Wismar und Grevesmühlen erneut zu Warnstreiks der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg‑Vorpommern. Betroffen sind vor allem Schulen, an denen viele angestellte Lehrkräfte arbeiten. Da verbeamtete Pädagoginnen und Pädagogen nicht streiken dürfen, konzentrieren sich die Ausfälle auf Einrichtungen mit hohem Anteil tarifbeschäftigter Lehrkräfte. Eine vollständige Liste der teilnehmenden Schulen veröffentlichen die Gewerkschaften wie üblich nicht im Voraus, dennoch zeichnen sich deutliche Schwerpunkte ab.
Betroffene Schularten und regionale Schwerpunkte
In Wismar gehören insbesondere regionale Schulen und Gesamtschulen zu den Einrichtungen, die am stärksten von den Arbeitsniederlegungen betroffen sind. Dazu zählen etwa die Ostsee‑Schule oder die Brecht‑Schule, die aufgrund ihrer Personalstruktur regelmäßig im Fokus der Streikaktionen stehen. Auch an Gymnasien wie dem Geschwister‑Scholl‑Gymnasium kann es zu Unterrichtsausfällen kommen. Da dort jedoch ein größerer Teil der Lehrkräfte verbeamtet ist, wird ein Teil des Unterrichts in der Regel aufgefangen.
Auch Grundschulen in Wismar und Grevesmühlen spüren die Auswirkungen des Warnstreiks. An der Grundschule „Am Ploggensee“ sowie vergleichbaren Einrichtungen ist jedoch eine Notbetreuung für die Klassenstufen 1 bis 4 gesichert. Grundlage dafür ist eine Vereinbarung zwischen Bildungsministerium und GEW, die sicherstellt, dass die jüngsten Schülerinnen und Schüler auch während eines Streiks betreut werden.
Was Eltern und Schülerinnen und Schüler wissen müssen
Trotz der Warnstreiks bleiben die Schulen geöffnet. Kinder und Jugendliche, die zum Unterricht erscheinen, werden beaufsichtigt, auch wenn kein regulärer Fachunterricht stattfinden kann. Da Schulleitungen häufig erst am Morgen über das genaue Ausmaß der Streiks informieren können, sollten Eltern und Schülerinnen und Schüler kurzfristig die schulinternen Kommunikationswege prüfen.