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Warum der SPD‑Kandidat in Wismar vor der AfD‑Kandidatin auf dem Stimmzettel steht

Für die Bürgermeisterwahl in Wismar am 12. April 2026 liegt der offizielle Stimmzettel inzwischen vor – und sorgt bei einigen Bürgerinnen und Bürgern für Nachfragen. Denn dort steht der SPD‑Kandidat Frank Junge an erster Stelle, gefolgt von der AfD‑Kandidatin Manuela Medrow. Alphabetisch wäre es umgekehrt. Die Sortierung folgt jedoch einem klaren gesetzlichen Prinzip.

Gesetzliche Grundlage: Ergebnis der letzten Bürgerschaftswahl

Die Landes‑ und Kommunalwahlordnung Mecklenburg‑Vorpommern schreibt vor, dass die Reihenfolge der Parteien auf dem Stimmzettel nach der Stimmenzahl der letzten Wahl der Vertretung festgelegt wird. Für Wismar ist das die Bürgerschaftswahl vom 9. Juni 2024.

Damals lag die SPD mit 25,7 Prozent vorn, gefolgt von der AfD mit 22,6 Prozent und der CDU mit 20 Prozent. Danach folgte Die Linke mit 11 Prozent. Weitere Parteien und Wählergruppen erzielten geringere Anteile.

Damit erhält die SPD als stärkste Kraft Listenplatz 1, die AfD folgt auf Platz 2, danach CDU und Linke. Erst im Anschluss erscheinen weitere Gruppierungen wie Bürger für Wismar oder das BSW sowie die Einzelbewerber.

Acht Kandidierende treten an

Insgesamt bewerben sich acht Kandidatinnen und Kandidaten um das Bürgermeisteramt. Die Reihenfolge auf dem Stimmzettel ist ein rein administrativer Vorgang, der die Mehrheitsverhältnisse der letzten Kommunalwahl abbildet – ohne Wertung oder Bevorzugung.

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