In Wismar markiert der heutige Sonntag den Beginn einer neuen politischen Ära. Mit der feierlichen Ernennung des 59‑jährigen SPD‑Politikers Frank Junge zum Bürgermeister ist der Wechsel an der Verwaltungsspitze vollzogen. Junge übernimmt das Amt von Thomas Beyer, der die Stadt sechzehn Jahre lang führte und nicht erneut kandidierte.
Am Montag tritt der neue Rathauschef seinen ersten Arbeitstag an und steht direkt vor großen Aufgaben. Die Bürgerschaft berät aktuell über den beantragten Zahlungsaufschub für das wirtschaftlich angeschlagene Freizeitbad Wonnemar, dessen Zukunft für die Stadt von erheblicher Bedeutung ist.
Ferienverkehr sorgt für volle Straßen
Parallel zum politischen Neustart prägt die Ferienzeit das Wochenende im gesamten Landkreis Nordwestmecklenburg. Auf den Hauptverkehrsachsen wie der A20, der A14 sowie den Bundesstraßen 105 und 106 kam es auch heute zu spürbaren Verzögerungen. Besonders die Anschlussstelle Wismar‑Mitte bleibt ein Unfallschwerpunkt, weshalb die Behörden zu erhöhter Vorsicht mahnen.
Für die Innenstadt von Wismar gibt es hingegen Erleichterung: Der wichtige Straßenabschnitt zwischen Marktplatz und Parkplatz wurde pünktlich zum Wochenende wieder vollständig freigegeben.
Kultursommer mit starken Besucherzahlen
Kulturell zeigt sich die Region von ihrer lebendigen Seite. In Groß Stieten klingt das traditionelle Dorffest aus, während der Töpfer‑ und Kunsthandwerkermarkt in Klütz nahe Schloss Bothmer zahlreiche Besucher anzieht.
Auch die Kunstszene verzeichnet regen Zulauf. Im Wismarer Baumhaus lockt die Gemeinschaftsausstellung Ich sehe was, was du nicht siehst Kunstinteressierte an, und das Künstlerhaus Schloss Plüschow öffnet seine internationalen Sommergalerien.
Für den musikalischen Abschluss des Tages sorgt der Schönberger Musiksommer mit einem Orgelkonzert in der St.-Laurentius-Kirche.
Wetterumschwung mit Wind und Gewittern
Ein Wermutstropfen bleibt der Blick auf das Wetter. Für die Nacht zum Montag kündigt der Deutsche Wetterdienst eine deutliche Wetterumstellung an. Auffrischender West‑ bis Nordwestwind kann Sturmböen mit sich bringen, zudem wird vor lokalen Gewittern mit Starkregen und kleinkörnigem Hagel gewarnt. Die Wasserstände der Ostsee werden aufmerksam überwacht, eine akute Sturmflutgefahr besteht derzeit jedoch nicht.