Für den Wirtschaftsstandort Wismar gibt es eine der stärksten Nachrichten des Jahres: Die Lindal Dispender GmbH hat das ehemalige Eppendorf‑Werk an der Westtangente übernommen. Auf dem rund 220.000 Quadratmeter großen Areal in Wismar‑Dammhusen soll künftig die Produktion von Verpackungskomponenten aufgebaut werden. Damit endet die monatelange Unsicherheit über die Zukunft des Geländes.
17 Millionen Euro für Modernisierung und Ausbau
Lindal plant, den Standort in den kommenden drei Jahren umfassend zu modernisieren und rund 17 Millionen Euro zu investieren. In den bestehenden Hallen mit etwa 22.000 Quadratmetern Nutzfläche sollen künftig vor allem Aerosolventile und Sprühkappen entstehen. Das Werk wird als Satellitenstandort das bestehende Hauptwerk im nahegelegenen Schönberg ergänzen.
Schneller Start dank vorhandener Infrastruktur
Durch die bereits vorhandenen Gebäude und technischen Anlagen kann Lindal schneller neue Arbeitsplätze schaffen, als es bei einem kompletten Neubau möglich wäre. Das Unternehmen rechnet damit, zügig qualifiziertes Personal einstellen zu können und den Standort Schritt für Schritt auszubauen.
Neuer Aufbruch nach Rückzug von Eppendorf
Der Einzug von Lindal folgt auf den Rückzug des Medizintechnik‑Konzerns Eppendorf, der seine Pläne für eine Pipettenproduktion Ende 2024 aufgegeben hatte. Geänderte Marktbedingungen hatten damals zur Aufgabe des Projekts geführt und die Zukunft der großen Industriehallen offen gelassen.
Wichtige Stärkung für den Industriestandort Wismar
Mit der Übernahme durch Lindal erhält das Gelände nun eine klare Perspektive. Für Wismar bedeutet der Schritt eine deutliche Stärkung des industriellen Sektors – und die Aussicht auf neue, langfristig gesicherte Arbeitsplätze.