Das Feld für die Bürgermeisterwahl am 12. April 2026 wächst weiter. Am Montag hat der parteilose Einzelbewerber Horst Bartels seine vollständigen Unterlagen eingereicht. Damit treten nun acht Kandidaten an, um die Nachfolge von Thomas Beyer (SPD) anzutreten.
Ein neuer Name im Wettbewerb
Wie die Wahlleitung bestätigte, sind die Unterlagen des 75‑jährigen Bartels seit dem 19. Januar vollständig. Der unabhängige Bewerber setzt auf Bürgernähe und kündigt an, die Wismarerinnen und Wismarer künftig stärker in kommunale Entscheidungsprozesse einzubinden. Drei Monate vor dem Wahltag kommt damit zusätzliche Bewegung in das politische Geschehen der Hansestadt.
Breites Bewerberfeld
Mit Bartels wird das Spektrum der Bewerber noch vielfältiger. Neben den etablierten Parteien treten zunehmend Einzelpersonen an, die um das Vertrauen der Wähler werben.
Zu den bekanntesten Namen gehört Frank Junge (SPD), Bundestagsabgeordneter und designierter Nachfolger seines Parteikollegen Thomas Beyer, der nach 16 Jahren im Amt nicht erneut kandidiert. Für die Wählergruppe Bürger für Wismar (BfW) geht Toni Brüggert ins Rennen, der vor allem mit dem Thema Transparenz wirbt. Die Linke hatte bereits im Herbst 2025 ihren erfahrenen Kommunalpolitiker Horst Krumpen nominiert. Mit Christian Danielczyk tritt ein weiterer parteiloser Bewerber an. Auch die AfD hat einen Kandidaten benannt (offenbar eine Kandidatin) hält dessen Namen jedoch weiterhin zurück – ein Umstand, der in der Stadt für Spekulationen sorgt.
Ende einer Ära – und ein offenes Rennen
Die Wahl am 12. April markiert eine Zäsur für Wismar. Mit dem Rückzug von Thomas Beyer endet eine Ära, und das Rennen um seine Nachfolge ist so offen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge läuft zwar noch, doch die Wahlleitung prüft bereits jetzt die eingegangenen Unterlagen. Sollte am Wahltag niemand die absolute Mehrheit erreichen, kommt es zwei Wochen später zu einer Stichwahl.