Die Wismarer Tafel steht nach einer kurzfristigen Kündigung ihrer bisherigen Räume am Holzdamm vor einer existenziellen Krise. Zum September 2026 muss der Verein die Fläche verlassen, da der Vermieter umfassende Renovierungsarbeiten plant. Für rund 2.000 bedürftige Menschen in der Hansestadt droht damit ein abruptes Ende der Versorgung.
Suche nach geeigneten Räumen bislang erfolglos
Seit Wochen sucht der Verein nach einer neuen, ebenerdigen und barrierefreien Fläche mit mindestens 200 Quadratmetern in stadtnaher Lage. Doch entweder sind die Mieten zu hoch oder die Objekte nicht barrierefrei nutzbar. Die Vorsitzende Karola Dräger spricht von einer „dramatischen Situation“, die den Fortbestand der Tafel unmittelbar gefährde.
Appell an die Bürgerschaft und geplanter Protest
Angesichts der ausweglosen Lage richtet sich Dräger am Abend in der Sitzung der Bürgerschaft mit einem eindringlichen Appell an die Wismarer Bevölkerung. Das Team aus mehr als 60 Ehrenamtlichen plant zudem einen sichtbaren Protest vor dem Rathaus. Mit Plakaten wollen sie auf die drohende Versorgungslücke aufmerksam machen und die Kommunalpolitik in der Einwohnerfragestunde direkt mit der Notlage konfrontieren.