Zu einer kurzfristig anberaumten Sondersitzung ist am Dienstagnachmittag der Sozialausschuss des Landkreises Nordwestmecklenburg zusammengekommen. Anlass war das vom Flüchtlingsrat Mecklenburg‑Vorpommern beauftragte Gutachten zur Flüchtlingsunterkunft „Haffburg“, in dem unter anderem die Lebensbedingungen in der Einrichtung kritisiert werden. Ein Vertreter des Flüchtlingsrates sollte den Ausschussmitgliedern Rede und Antwort stehen und die Ergebnisse erläutern.
Kommunikationspanne verhindert geplante Anhörung
Die Anhörung kam jedoch nicht zustande. Zwar war der Flüchtlingsrat ursprünglich eingeladen worden, doch nach einer Terminverschiebung wurde versäumt, die Einladung erneut auszusprechen. Dadurch blieb der Platz des Sachverständigen unbesetzt, und die Ausschussmitglieder konnten die offenen Fragen zum Gutachten nicht klären.
Suche nach neuem Termin für Befragung
Der Ausschuss will die Befragung nun zeitnah nachholen. Die Verwaltung prüft derzeit, wann ein Vertreter des Flüchtlingsrates erneut eingeladen werden kann, um die Kritikpunkte und Empfehlungen des Gutachtens ausführlich zu erörtern.
Bedeutung für die weitere Diskussion
Das Gutachten spielt eine zentrale Rolle in der aktuellen Debatte über Standards, Betreuung und Unterbringungsbedingungen in der „Haffburg“. Die ausstehende Anhörung gilt als wichtiger Baustein, um politische Entscheidungen auf eine belastbare Grundlage zu stellen.