Unter den Betroffenen sind 14 Kinder im Alter von einem bis 15 Jahren und drei Erwachsene. Die Infektionen betreffen sowohl Einwohner aus Mecklenburg-Vorpommern als auch Urlauber aus anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.
Schwere Krankheitsverläufe
Auffällig in diesem Ausbruch ist die Häufung schwerer Krankheitsverläufe. Sechs der erkrankten Kinder leiden an einem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), das potenziell zu Nierenversagen führen kann. Vier Kinder müssen auf Intensivstationen behandelt werden, darunter drei an der Dialyse. Sieben der 12 Infektionen verlaufen glücklicherweise ohne größere Komplikationen, und ein Patient konnte bereits entlassen werden.
Beispiel eines Betroffenen
Zu den schwer erkrankten Kindern gehört ein anderthalb Jahre alter Junge aus Düsseldorf, der sich mit seiner Familie im Urlaub befand. Der Junge wird intensivmedizinisch betreut und erhält Dialyse. Die Prognose für den Krankenhausaufenthalt ist ungewiss, und ein wochenlanger Aufenthalt wird in Betracht gezogen. Die Familie hat keinen Streichelzoo besucht, was darauf hindeutet, dass die Infektionsquelle im Essen zu finden sein könnte.
Suche nach der Infektionsquelle
Die Gesundheitsbehörden sind intensiv auf der Suche nach der Infektionsquelle. Bisherige Untersuchungen von Lebensmitteln und Stuhlproben haben keine konkreten Ergebnisse geliefert. Die betroffenen Fälle zeigen keine gemeinsamen lokalen Anknüpfungspunkte, wie etwa Aufenthalte in denselben Hotels oder Kinderbetreuungseinrichtungen. Lebensmittel wie Gurken und Rohmilch wurden überprüft und als mögliche Quelle ausgeschlossen. Aus diesem Grund gibt es momentan keine spezifischen Warnungen vor dem Verzehr bestimmter Lebensmittel. Es wird jedoch empfohlen, Lebensmittel gründlich abzuspülen und Fleisch gut durchzugaren, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.