Ein Scheunenbrand in Pokrent hat in der Nacht zu Dienstag einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Rund 130 Einsatzkräfte aus dem Bereich Lützow und Gadebusch waren seit etwa 1 Uhr im Einsatz. Die Lage wurde durch mehrere Faktoren erschwert: In der Scheune befanden sich Gasflaschen, im angrenzenden Wohnhaus lagerten Munitionsreste, und die Minusgrade führten zu vereisenden Strahlrohren und rutschigen Einsatzwegen.
Evakuierung wegen Munitionsbelastung
Wegen der im Wohnhaus gelagerten Munition musste ein Teil der Ortschaft vorsorglich evakuiert werden. Der Betreuungszug des Katastrophenschutzes des Landkreises brachte die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner nach Lützow. Mittlerweile konnten sie in ihre Häuser zurückkehren.
Löscharbeiten unter schwierigen Bedingungen
Trotz der widrigen Umstände gelang es den Einsatzkräften, das Wohnhaus zu schützen. Die Scheune wurde durch das Feuer vollständig zerstört. Nach Angaben von Einsatzleiter und Kreiswehrführer Arne Borck sind die Flammen inzwischen weitgehend gelöscht.
Landrat zeigt sich erleichtert
Landrat Tino Schomann, der nach eigenen Angaben laufend über die Leitstelle informiert wurde, hob die besondere Belastung des Einsatzes hervor. Die Kombination aus Feuer, Munition und winterlichen Bedingungen habe die Arbeit der Feuerwehr erschwert. Zugleich zeigte er sich erleichtert, dass niemand verletzt wurde.
Schomann dankte den Einsatzkräften ausdrücklich für ihr Engagement: Die Kameradinnen und Kameraden hätten in einer heiklen Lage professionell und entschlossen gehandelt.