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Acht Bewerber für das Bürgermeisteramt in Wismar – so viele wie noch nie

In Wismar treten am 12. April 2026 acht Personen zur Wahl der neuen Bürgermeisterin oder des neuen Bürgermeisters an – so viele wie noch nie seit der Wende. Amtsinhaber Thomas Beyer (SPD) verzichtet nach 16 Jahren auf eine erneute Kandidatur. Die Bewerbungsfrist ist inzwischen abgelaufen, alle Wahlvorschläge liegen der Stadt vor. Der Wahlausschuss hat bereits über die endgültige Zulassung entschieden.

Die Kandidatinnen und Kandidaten im Überblick

Horst Bartels (Einzelkandidat, 75) Maschinenschlosser aus Wismar, seit Jahrzehnten sozialpolitisch aktiv. Er sieht vor allem Probleme in vernachlässigten Stadtbereichen, Leerstand und Obdachlosigkeit.

Frank Junge (SPD, 58) Seit 2013 Bundestagsabgeordneter, früher Pressesprecher im Rathaus. Er setzt auf Stabilität, Wirtschaftsförderung, bezahlbares Wohnen und Bürgerbeteiligung.

Horst Krumpen (Die Linke, 59) Berufsoffizier a. D., langjähriger Kommunalpolitiker. Schwerpunkte: sozialer Wohnungsbau und Angebote für junge Menschen.

Christoph Meister (CDU, 41) Rechtsanwalt und CDU‑Stadtverbandsvorsitzender. Er will die Innenstadt beleben, Unternehmen stärken und mehr Flexibilität in der Verwaltung erreichen.

Toni Brüggert (Bürger für Wismar, 35) Kita‑Leiter, früher CDU‑Bürgerschaftsmitglied. Fokus auf Innenstadtentwicklung, Wirtschaft und mehr Freiräume für Gewerbe und Bürger.

Christian Danielczyk (Einzelkandidat, 40) Selbstständiger Immobilienverwalter, politisch unerfahren. Er möchte „die Bürger wieder in den Vordergrund stellen“.

Nils Jörn (BSW, 61) Leiter des Stadtarchivs, Historiker. Er setzt auf Stadtgrün und Projekte zur Vorbereitung des 800‑Jahr‑Jubiläums Wismars.

Manuela Medrow (AfD, 50) Diplom‑Ingenieurin aus Fliemstorf. Sie fordert mehr Investitionen in den Standort und warnt vor finanziellen Risiken für die Stadt.

Politischer Hintergrund

Wismar gilt seit 36 Jahren als SPD‑Hochburg: Sowohl Rosemarie Wilcken als auch Thomas Beyer führten die Stadt jeweils zwei Amtszeiten. Bei der letzten Wahl 2018 traten vier Kandidaten an – diesmal hat sich das Bewerberfeld verdoppelt. In den kommenden Tagen starten wir dann auch mit der heißen Phase des heißen Wahlkampfs.

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