Winterliche Straßenverhältnisse haben am Freitag im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Seit den frühen Morgenstunden registrierte die Einsatzleitstelle knapp 21 glättebedingte Unfälle, überwiegend verursacht durch nicht angepasste Geschwindigkeit. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Besonders betroffen war der Landkreis Rostock mit 15 Unfällen.
Zwei Verletzte nach Zusammenstoß auf der L39
Auf der L39 zwischen Dummerstorf und Laage verlor ein Renault‑Fahrer gegen 05:45 Uhr die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet ins Schleudern und prallte auf der Gegenfahrbahn mit einem Ford zusammen. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. Die Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Wegen auslaufender Betriebsstoffe blieb die L39 bis etwa 08:00 Uhr voll gesperrt. Der Sachschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.
Schwerverletzter bei Unfall in Crivitz – Fahrer stark alkoholisiert
Gegen 07:20 Uhr kam es in Crivitz zu einem weiteren schweren Unfall. Ein 51‑jähriger Skoda‑Fahrer bog von der Parchimer Straße nach links auf die B321 ab und kollidierte mit einer VW‑Fahrerin, die aus Richtung Schwerin kam. Der Mann stand mit 2,03 Promille erheblich unter Alkoholeinfluss und hatte zudem sämtliche Seitenscheiben seines Fahrzeugs nicht enteist. Er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, die 39‑jährige VW‑Fahrerin erlitt leichte Verletzungen. Beide Fahrzeuge mussten geborgen werden. Der Schaden beträgt etwa 20.000 Euro.
Bilanz und Appell der Polizei
Insgesamt wurden sechs Personen bei den registrierten Glätteunfällen verletzt, eine davon schwer. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf rund 200.000 Euro. Die Polizei mahnt, das Fahrverhalten den winterlichen Bedingungen anzupassen, aufmerksam zu bleiben und ausreichend Abstand zu halten.