Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet gemessen an der Einwohnerzahl im Ländervergleich weiterhin die meisten Verkehrstoten. Im zurückliegenden Jahr starben in MV nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 94 Menschen bei Verkehrsunfällen. Das entspricht demnach 60 Verkehrstoten je eine Million Einwohner – der höchste Wert aller Bundesländer. Dahinter liegt Brandenburg mit 50 Verkehrstoten je eine Million Einwohner. Der bundesweite Wert liegt bei 34. Zuvor hatte der NDR berichtet.
Nach den vorläufigen Zahlen gab es im vergangenen Jahr 1.057 Schwerverletzte durch Verkehrsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern – ein Rückgang um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hinzu kommen demnach 5.480 Leichtverletzte – sieben Prozent mehr als 2024.
Forderung nach mehr Leitplanken
Schon 2024 verbuchte MV laut früheren Destatis-Angaben im Ländervergleich die meisten Todesopfer im Straßenverkehr, nämlich 59 je eine Million Einwohner im Gesamtjahr. In absoluten Zahlen waren das laut Schweriner Innenministerium 93 Menschen – das war der höchste Stand an Verkehrstoten seit 2015.
Anfang September 2025 hatte die Dekra angesichts der gestiegenen Zahl bauliche Konsequenzen an Alleen gefordert. Nach damaliger Aussage des Dekra-Gebietsleiters für Ostdeutschland, Mario Schwarz, ragt die Zahl der Toten hervor, die nach einem Zusammenstoß mit einem Straßenbaum starben. Diese Zahl steige seit Jahren an. Gefordert wurden mehr Leitplanken.
Überhöhte Geschwindigkeit ist eine der häufigsten Unfallursachen in MV und führt nach früherer Aussage des Schweriner Innenministers Christian Pegel (SPD) häufig auch zu Unfällen mit Bäumen.
Bundesweit starben 2025 den jüngsten Zahlen zufolge 2.814 Menschen bei Verkehrsunfällen – 44 mehr als 2024. Dazu zählen nicht nur Autofahrerinnen und Autofahrer, sondern auch Fahrrad-, Motorrad- oder auch E-Scooter-Fahrer sowie Fußgänger.