Nach dem Fund des toten Buckelwals „Timmy“ haben sich Badegäste auf den Kadaver gestellt und Selfies gemacht. Die Aktion sorgt für breite Empörung. Fotos und Videos zeigen mehrere Personen, die auf dem Tier posieren, obwohl die Behörden ausdrücklich davor gewarnt hatten, sich dem Kadaver zu nähern.
Behörden: Betreten des Kadavers ist lebensgefährlich
Fachleute weisen seit Jahren darauf hin, dass tote Wale gefährlich sein können. Durch die Verwesung entstehen im Körperinneren Gase, die sich unter der dicken Haut stauen. Im Extremfall kann ein Kadaver explodieren. Zudem können tote Meeressäuger Krankheitserreger tragen, die auf Menschen übertragbar sind.
Respektloser Umgang mit geschütztem Tier
Neben der gesundheitlichen Gefahr kritisieren Naturschützer und Einsatzkräfte den respektlosen Umgang mit dem geschützten Tier. Der Buckelwal hatte wochenlang bundesweit Aufmerksamkeit erregt, nachdem er mehrfach an der Küste Mecklenburg‑Vorpommerns gestrandet war und schließlich tot an der dänischen Insel Anholt angespült wurde.
Polizei und Behörden prüfen Konsequenzen
Ob das Verhalten der Badegäste rechtliche Folgen haben könnte, wird derzeit geprüft. In der Regel werden Strandbereiche rund um tote Meeressäuger abgesperrt, um Menschen zu schützen und eine fachgerechte Bergung zu ermöglichen.