Sommerzeit ist Reisezeit – und in Mecklenburg‑Vorpommern stehen die Ferien in dieser Woche unmittelbar bevor. Viele Menschen machen sich mit Auto, Wohnwagen oder Wohnmobil auf den Weg in den wohlverdienten Urlaub. Die Landespolizei mahnt zum Ferienstart jedoch eindringlich zur Vorsicht: Ablenkung am Steuer bleibt eine der häufigsten Unfallursachen im Land.
Hohes Risiko durch Unaufmerksamkeit
Ob ein kurzer Blick aufs Mobiltelefon, die Bedienung des Infotainment‑Systems oder das Umdrehen zu den Kindern auf der Rückbank – fehlende Fokussierung kann das Fahrverhalten erheblich beeinträchtigen. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Mecklenburg‑Vorpommern knapp 600 Verkehrsunfälle, die auf Ablenkung zurückzuführen waren. Bei mehr als 60 dieser Unfälle wurden Menschen verletzt. In einem Fall aus dem Bereich der Polizeiinspektion Güstrow kam ein Beifahrer ums Leben, nachdem ein abgelenkter Fahrer mit seinem Auto gegen einen Baum prallte.
Während im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock die Zahl der Ablenkungsunfälle im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 leicht zurückging, verzeichnete das Polizeipräsidium Neubrandenburg einen Anstieg. Ähnlich entwickelten sich die Zahlen der leicht verletzten Personen.
Schwerpunktkontrollen im Juli
Da Mecklenburg‑Vorpommern zu den beliebtesten Urlaubszielen Deutschlands zählt und im Sommer besonders viele Autos und Wohnwagen auf den Straßen unterwegs sind, richtet die Polizei ihren Blick im Juli verstärkt auf die Fahrtüchtigkeit und die technische Sicherheit von Fahrzeugen. Wohnwagen und Wohnmobile sind häufig überladen – ein Risiko, das die Stabilität und Bremswege deutlich verschlechtert. Auch falscher Reifendruck oder zu geringe Profiltiefe erhöhen das Unfallpotenzial.
Die themenorientierten Verkehrskontrollen der Kampagne „Fahren. Ankommen. LEBEN!“ setzen daher im gesamten Monat Juli klare Schwerpunkte: Ablenkung am Steuer, technische Mängel, Überladung und die Kontrolle der erforderlichen Fahrerlaubnis.
Landesweite Maßnahmen
In den acht Polizeiinspektionen der Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock werden den gesamten Monat über verstärkt stationäre und mobile Kontrollen durchgeführt. Ziel ist es, Unfälle zu verhindern und die Vision Zero – keine Verkehrstoten – weiter voranzubringen.