Pendler und der Schwerlastverkehr in Wismar müssen sich im Spätsommer auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Osttangente, eine der zentralen Verkehrs- und Wirtschaftsachsen der Hansestadt, wird ab Ende August 2026 für rund neun Wochen vollständig gesperrt. Grund sind dringend notwendige Sanierungsarbeiten an der stark beschädigten Asphaltdecke.
Hohe Belastung durch Industrie- und Hafenverkehr
Täglich nutzen Tausende Fahrzeuge die Osttangente als direkte Verbindung zwischen der A14, der Bundesstraße 105, dem Wismarer Seehafen und den Holzverarbeitungsbetrieben im Hafffeld. Der hohe Anteil an Lkw hat in den vergangenen Jahren deutliche Schäden hinterlassen: Spurrinnen, Risse und großflächige Fahrbahnausbrüche machen eine grundhafte Erneuerung des ersten Bauabschnitts unumgänglich.
Zwei Millionen Euro für die Instandsetzung
Für die Sanierung des Teilstücks zwischen der Anschlussstelle A14/B105 und dem Abzweig zur Schwedenschanze investiert das Land rund zwei Millionen Euro. Ziel ist es, das Straßenbett so zu stabilisieren, dass die Lebensdauer der Trasse um weitere zehn bis fünfzehn Jahre verlängert wird. Da die Fahrbahn tiefenwirksam abgefräst und komplett neu aufgebaut werden muss, ist eine Bauausführung unter fließendem Verkehr nicht möglich. Die Stadt setzt daher auf eine konsequente Vollsperrung, um die Bauzeit möglichst kurz zu halten.
Massive Auswirkungen auf den Verkehr
Die Osttangente gilt als verkehrliches Nadelöhr. Autofahrer und Speditionen müssen sich auf weiträumige Umleitungen einstellen. Nach aktuellem Stand soll der Verkehr großräumig über den Philosophenweg geführt werden. Da diese Route bereits stark belastet ist, wird mit deutlichen Staus und Verzögerungen gerechnet.
Anwohner und Unternehmen in den angrenzenden Gewerbegebieten werden gebeten, sich frühzeitig auf die veränderte Verkehrsführung einzustellen. Die Stadtverwaltung will Mitte August detaillierte Angaben zu Sperrzeiten, Kreuzungspunkten und angepassten ÖPNV‑Routen veröffentlichen.