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2.500 Schüler und 170 Berufswege: Berufsinfobörse bringt Nachwuchs und Betriebe zusammen

Zwei Tage lang ging es in der Wismarer Stadthalle um eine der wichtigsten Fragen nach der Schulzeit: Wie geht es weiter? Am Freitag ist die 31. Berufsinfobörse Wismar zu Ende gegangen. Rund 2.500 Schüler und Lehrkräfte aus mehr als 30 Schulen in Nordwestmecklenburg nutzten die Veranstaltung zur beruflichen Orientierung.

Unter dem Motto „Leinen los – Zukunft Ahoi“ präsentierten sich am 24. und 25. September fast 70 regionale Aussteller. Das Spektrum reichte von Ausbildungsbetrieben und öffentlichen Einrichtungen über Hochschulen bis zu Unternehmen aus Pflege, Handwerk und Wirtschaft. Insgesamt konnten sich die Jugendlichen über mehr als 170 Ausbildungsberufe, Studienmöglichkeiten und Weiterbildungswege informieren.

Nicht nur Flyer sammeln: Azubis berichteten aus ihrem Alltag

Ein Schwerpunkt der Berufsinfobörse lag auf dem direkten Gespräch. Viele Unternehmen schickten nicht nur Personalverantwortliche nach Wismar, sondern brachten ihre eigenen Auszubildenden mit. Für die Schüler bot das die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die bei einer klassischen Unternehmenspräsentation möglicherweise unbeantwortet bleiben: Wie sieht ein normaler Arbeitstag tatsächlich aus? Was verdient man während der Ausbildung? Welche Aufgaben übernimmt man schon im ersten Lehrjahr? Und welche Voraussetzungen sollte man mitbringen? Der Austausch zwischen Jugendlichen und Auszubildenden sollte dabei möglichst unkompliziert und auf Augenhöhe stattfinden.

Vom Krankenhaus bis zum Seehafen

Die Auswahl der möglichen Berufswege war entsprechend groß. Zu den vertretenen Arbeitgebern und Einrichtungen gehörten unter anderem das Sana Hanse-Klinikum Wismar, der Seehafen Wismar, die Seniorenheime der Hansestadt, die Stadtverwaltung und die Bundeswehr. Daneben präsentierten sich zahlreiche weitere Unternehmen und Einrichtungen aus der Region. Die Berufsinfobörse richtete sich vor allem an Jugendliche der Klassenstufen 8 bis 11. Damit sollten ausdrücklich auch Schüler erreicht werden, bei denen die konkrete Bewerbung um einen Ausbildungsplatz noch nicht unmittelbar bevorsteht.

Praktikum und Ferienjob als erster Schritt

Nicht jeder musste die Stadthalle mit einem fertigen Berufswunsch verlassen. Auch Praktikumsplätze und Ferienjobs spielten eine wichtige Rolle. Jugendliche konnten Kontakte zu Unternehmen knüpfen und Möglichkeiten ausloten, einen Betrieb zunächst für einige Tage oder Wochen kennenzulernen. Ein Praktikum kann dabei helfen herauszufinden, ob der Beruf, der auf dem Papier interessant klingt, tatsächlich zum eigenen Alltag passt.

Für die Unternehmen ist dieser frühe Kontakt ebenfalls interessant. In Zeiten, in denen viele Betriebe Nachwuchs suchen, können aus einem Schülerpraktikum später eine Bewerbung und schließlich ein Ausbildungsverhältnis entstehen.

Eltern konnten sich ebenfalls informieren

Am Donnerstagnachmittag öffnete sich die Berufsinfobörse zusätzlich gezielt für Eltern. Von 14.00 bis 17.00 Uhr konnten sie gemeinsam mit ihren Kindern durch die Stadthalle gehen und sich bei den Ausstellern informieren. Damit bezog die Messe auch diejenigen ein, die bei der Entscheidung über Ausbildung, Studium oder andere Wege nach der Schule häufig eine wichtige Rolle spielen. Am Freitag lief die Berufsinfobörse noch einmal von 08.00 bis 14.00 Uhr. Danach endete die diesjährige Ausgabe.

360 Schüler beim Karriere-Navigator

Parallel zur Berufsinfobörse fand an der Hochschule Wismar der 11. Karriere-Navigator statt. Rund 360 angemeldete Schüler der Klassenstufen 10 bis 12 beschäftigten sich dort intensiver mit den verschiedenen Möglichkeiten nach dem Schulabschluss. Dabei ging es um ein Studium ebenso wie um Berufsausbildung und Aufstiegsqualifizierung. Auch der Bundesfreiwilligendienst und mögliche Überbrückungszeiten zwischen Schule und dem nächsten Ausbildungsschritt wurden thematisiert. Beim „Campus Talk“ konnten die Jugendlichen zudem einen Eindruck vom Hochschulalltag bekommen und eigene Fragen stellen.

Zwei Tage für den Berufseinstieg

Organisiert wurde die Berufsinfobörse vom Arbeitskreis Schule und Wirtschaft Wismar-Nordwestmecklenburg und dem Kreisjugendring Nordwestmecklenburg. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von der Hansestadt Wismar, dem Landkreis Nordwestmecklenburg, der Agentur für Arbeit Schwerin, der Hochschule Wismar und der Schulsozialarbeit.

Nach zwei Messetagen bleibt vor allem eine Zahl hängen: Mehr als 170 unterschiedliche Ausbildungs-, Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten wurden in einer Halle präsentiert. Für die Schüler ging es dabei nicht darum, sich sofort festzulegen. Die Berufsinfobörse sollte vor allem zeigen, welche Möglichkeiten direkt vor der eigenen Haustür und darüber hinaus bestehen.

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