Am kommenden Samstag (31.10.) treffen in Wismar und Nordwestmecklenburg zwei Traditionen aufeinander. Während der Reformationstag als gesetzlicher Feiertag an die kirchlichen Veränderungen des 16. Jahrhunderts erinnert, verwandeln sich am Abend zahlreiche Straßen und Wohngebiete in Schauplätze für Halloween. Für Einwohner und Besucher bedeutet das einen Feiertag mit geschlossenen Geschäften, möglichen Änderungen im Nahverkehr und zahlreichen Gelegenheiten für gemeinsame Unternehmungen.
Geschäfte bleiben am Reformationstag geschlossen
Da der Reformationstag in Mecklenburg-Vorpommern ein gesetzlicher Feiertag ist, bleiben die meisten Supermärkte, Einkaufszentren und Behörden geschlossen. Wer für das Wochenende Lebensmittel oder andere Dinge benötigt, sollte seine Einkäufe deshalb rechtzeitig erledigen. Ausnahmen gelten unter anderem für Tankstellen, bestimmte Verkaufsstellen an Bahnhöfen und einzelne Bäckereien im Rahmen der gesetzlichen Regelungen. Auch gastronomische Betriebe können geöffnet haben. Kunden sollten sich vorab über die jeweiligen Öffnungszeiten informieren.
Änderungen bei Bussen und Müllabfuhr möglich
Auch im öffentlichen Nahverkehr müssen sich Fahrgäste auf den Feiertag einstellen. Bei NAHBUS können besondere Fahrplanregelungen gelten. Welche Verbindungen am 31. Oktober angeboten werden, lässt sich über die aktuelle Fahrplanauskunft des Verkehrsunternehmens überprüfen. Darüber hinaus sollten Haushalte in Wismar und Nordwestmecklenburg die Abfuhrtermine ihrer Mülltonnen im Blick behalten. Gesetzliche Feiertage können zu Verschiebungen bei der Abfallentsorgung führen. Maßgeblich sind die veröffentlichten Abfuhrkalender der zuständigen Entsorgungsbetriebe.
Reformationstag erinnert an Martin Luther
Der 31. Oktober ist für evangelische Christen ein bedeutender Gedenktag. Er erinnert an das Jahr 1517, als Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel veröffentlichte und damit einen entscheidenden Anstoß für die Reformation gab. Auch in Wismar und Nordwestmecklenburg wird der Reformationstag traditionell mit Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen begangen. Die historischen Kirchen der Hansestadt, darunter St. Nikolai, bilden dafür eine besondere Kulisse. Konkrete Gottesdienstzeiten sollten den aktuellen Mitteilungen der Kirchengemeinden entnommen werden.
Halloween bringt Gruselspaß in die Wohngebiete
Am Abend gehört die Aufmerksamkeit vielerorts den kleinen Hexen, Gespenstern und Vampiren. Wenn es dunkel wird, ziehen traditionell verkleidete Kinder durch die Wohngebiete und klingeln an Haustüren. Mit dem bekannten Ruf „Süßes oder Saures“ hoffen sie auf Süßigkeiten. Auch Halloween-Partys, Kürbisschnitzen und gemeinsame Aktionen gehören inzwischen in vielen Familien zum festen Programm. Ob in Wismar, Grevesmühlen, Gadebusch oder den kleineren Gemeinden des Landkreises: Halloween bietet Gelegenheit, den Feiertag mit Freunden und Nachbarn zu verbringen.
Autofahrer sollten besonders aufmerksam sein
Mit Einbruch der Dunkelheit sind am Halloween-Abend erfahrungsgemäß mehr Kinder zu Fuß unterwegs. Besonders in Wohngebieten, an Kreuzungen und auf schlecht beleuchteten Straßen ist deshalb Vorsicht geboten. Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit reduzieren und damit rechnen, dass Kinder unvermittelt zwischen parkenden Fahrzeugen hervortreten. Eltern können mit reflektierenden Elementen an Kostümen und Taschen dafür sorgen, dass ihre Kinder besser gesehen werden.
So wird der 31. Oktober in Wismar und Nordwestmecklenburg zu einem Tag zwischen kirchlicher Tradition und modernem Halloween-Brauch. Wer Einkäufe und Fahrten rechtzeitig plant, kann den Feiertag ohne unnötige Überraschungen genießen.