Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow setzt das Landgericht Rostock heute um 9.30 Uhr den Mordprozess fort. Nach einer dreiwöchigen Unterbrechung stehen am 33. Verhandlungstag die Schlussvorträge der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage an. Für Fabians Mutter spricht ihre Anwältin Christine Habetha.
Umfangreiche Vorbereitung der Plädoyers
Oberstaatsanwalt Harald Nowack erklärte im Vorfeld, die Vorbereitungszeit sei umfangreich, da die Ermittlungsergebnisse zusammengefasst werden müssten. Habetha kündigte an, sich in ihrem Vortrag ganz auf das Kind Fabian zu konzentrieren. Sie habe rund 20 bis 30 Seiten Notizen vorbereitet und wolle dem Jungen eine Stimme geben.
Neben der Frage, ob die Schuld der Angeklagten nachgewiesen werden kann, wird es in den Plädoyers auch um die Schuldfähigkeit und das geforderte Strafmaß gehen. Am Freitag soll die Verteidigung ihr Schlusswort halten.
Vorwürfe und Tatgeschehen
Laut Anklage soll die 30‑jährige Beschuldigte Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl erstochen haben. Der Ort liegt rund 15 Kilometer südlich von Güstrow. Das mutmaßliche Tatmotiv soll mit ihrer Beziehung zu Fabians Vater zusammenhängen. Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe weiterhin.