Eine Insa‑Umfrage im Auftrag des Nordkurier zeigt, dass eine deutliche Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg‑Vorpommern eine Einbindung der AfD im Landtag befürwortet. Insgesamt 65 Prozent der Befragten gaben an, die Oppositionsfraktion solle umfassend oder zumindest partiell in die parlamentarische Arbeit einbezogen werden. Die Frage lautete: Wie sollten die rot‑rot‑grünen Regierungsfraktionen Ihrer Meinung nach mit der AfD im Landtag umgehen?
Ein Fünftel lehnt Zusammenarbeit ab
Rund ein Fünftel der Befragten sprach sich dagegen für eine konsequente Ablehnung jeglicher Zusammenarbeit aus. 22 Prozent der Teilnehmer vertraten diese Position. Die Umfrage wurde vom 21. bis 27. Oktober online unter 1.000 Wahlberechtigten durchgeführt. Laut Nordkurier ist sie repräsentativ; die statistische Fehlertoleranz liegt bei höchstens 3,1 Prozentpunkten.
Politischer Kontext nach der Landtagswahl
Mecklenburg‑Vorpommern hatte am 20. September gewählt. Die AfD wurde mit 38,2 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der SPD mit 35,5 Prozent. Der neue Landtag trat am 22. Oktober erstmals zusammen. SPD, Linke und Grüne verhandeln derzeit über eine gemeinsame Koalition. Die Frage nach dem Umgang mit der AfD gehört zu den zentralen politischen Debatten der ersten Wochen nach der Wahl.