Ein verdächtiges Paket direkt vor dem Haupteingang der Polizeiinspektion Wismar hat am frühen Donnerstagmorgen einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Wegen einer möglichen Gefährdung sperrten Einsatzkräfte mehrere Straßen rund um die Rostocker Straße. Auch der Munitionsbergungsdienst wurde alarmiert.
Nachdem der verdächtige Gegenstand entdeckt worden war, richtete die Polizei vorsorglich einen Sicherheitsbereich mit einem Radius von rund 300 Metern ein. Mehrere umliegende Straßen mussten gesperrt werden. Hintergrund war die zunächst unklare Gefahrenlage.
Munitionsbergungsdienst untersucht Paket mit Kabeln
Besondere Aufmerksamkeit erregte der Inhalt des Pakets. Darin waren unter anderem mehrere Kabel zu erkennen. Ob von dem Gegenstand tatsächlich eine Gefahr ausging, war zunächst nicht abzuschätzen.
Spezialisten des Munitionsbergungsdienstes untersuchten das Paket eingehend und konnten schließlich Entwarnung geben. Der Gegenstand stellte keine Gefahr dar. Gegen 06.15 Uhr hob die Polizei sämtliche Sperrmaßnahmen wieder auf. Die zuvor gesperrten Straßen konnten anschließend wieder freigegeben werden.
Kriminalpolizei ermittelt zu möglichen Hintergründen
Auch wenn sich der Verdacht einer unmittelbaren Gefahr nicht bestätigte, beschäftigt der Vorfall weiterhin die Polizei. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen.
Dabei prüfen die Ermittler auch, ob das verdächtige Paket im Zusammenhang mit einer vorausgegangenen polizeilichen Maßnahme stehen könnte. Nähere Einzelheiten zu dieser Maßnahme wurden zunächst nicht mitgeteilt. Wer das Paket vor der Polizeiinspektion abgelegt hat und welche Absicht dahintersteckte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.