Für die Bürgerschaftssitzung am 28. Mai bringt die Fraktion „Die Linke“ einen Beschlussvorschlag ein, der den Bürgermeister beauftragen soll, ein sofortiges Nachtfahrverbot für Mähroboter im gesamten Stadtgebiet zu erlassen.
Der Einsatz der Geräte soll künftig täglich spätestens eine Stunde vor Sonnenuntergang enden und frühestens eine Stunde nach Sonnenaufgang wieder erlaubt sein. Ziel ist es, nachtaktive Wildtiere wie den besonders geschützten Igel wirksam vor Verletzungen zu bewahren.
Aufklärungskampagne der Stadtverwaltung geplant
Ergänzend fordert die Fraktion eine breit angelegte Informationskampagne der Stadtverwaltung. Über lokale Medien, die städtische Website sowie weitere digitale und analoge Kanäle sollen Bürgerinnen und Bürger über die Gefahren von Mährobotern für Wildtiere aufgeklärt werden. Nach Angaben der Antragsteller zeigen Erfahrungen aus Städten wie Schwerin, Köln oder Leipzig, dass zeitlich begrenzte Verbote die Zahl der verletzten Tiere deutlich reduzieren können.
Schutz besonders gefährdeter Arten
Der Igel ist nach Bundesnaturschutzrecht besonders geschützt und überwiegend nachts aktiv. Aus Sicht der Fraktion stellt das beantragte Verbot daher eine notwendige Maßnahme dar, um vermeidbare Tierverletzungen zu verhindern und den Artenschutz im urbanen Raum zu stärken.