Kurz vor der Wahl zum 9. Landtag von Mecklenburg‑Vorpommern am 20. September 2026 richtet Landrat Tino Schomann einen eindringlichen Appell an die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Nordwestmecklenburg. Er ruft die rund 130.000 Wahlberechtigten dazu auf, ihr Mitwirkungsrecht wahrzunehmen und am Wahltag ihre Stimme abzugeben. Eine Demokratie lebe von der Beteiligung aller, betonte Schomann, und jede abgegebene Stimme gestalte die politische Zukunft des Landes aktiv mit.
Drei Wahlkreise im Landkreis
Mecklenburg‑Vorpommern ist für den Urnengang in 36 Wahlkreise unterteilt, drei davon liegen im Landkreis Nordwestmecklenburg. Der Wahlkreis 10 umfasst das Stadtgebiet der Hansestadt Wismar. Der Wahlkreis 27 deckt das westliche Kreisgebiet rund um Grevesmühlen, den Klützer Winkel, Rehna und das Schönberger Land ab. Im Wahlkreis 28 schließen sich die Gemeinde Insel Poel sowie die Ämter Dorf Mecklenburg‑Bad Kleinen, Gadebusch, Lützow‑Lübstorf, Neuburg und Neukloster‑Warin zusammen.
Zwei Stimmen für die Zusammensetzung des Landtags
Die Wählerinnen und Wähler verfügen über zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird einer der jeweils sieben Direktkandidaten im Wahlkreis gewählt. Die Zweitstimme entscheidet über die Landesliste einer der insgesamt 19 zugelassenen Parteien. Beide Stimmen bestimmen gemeinsam die Zusammensetzung des neuen Landtags und die Kräfteverhältnisse in Schwerin.
Wahltag, Briefwahl und organisatorische Hinweise
Die Wahllokale sind am Sonntag, 20. September 2026, durchgehend von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Wahlbenachrichtigungen mit Angaben zum zuständigen Wahllokal wurden bis Ende August verschickt. Wer per Briefwahl abstimmen möchte, muss die Unterlagen bei seiner Amts‑ oder Stadtverwaltung beantragen. Die Frist endet regulär am Freitag vor dem Wahltag um 12.00 Uhr; eine frühzeitige Beantragung wird empfohlen. Informationen zu Wahlvorschlägen sowie erste Zwischenergebnisse ab 18.00 Uhr am Wahlabend sind online abrufbar.
Rückblick auf die Landtagswahl 2021
Bei der vorangegangenen Landtagswahl 2021 ging die SPD mit 39,6 Prozent der Stimmen als stärkste Kraft hervor. Die AfD erreichte 16,7 Prozent, die CDU 13,3 Prozent. Die Linke kam auf 9,9 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen auf 6,3 Prozent und die FDP auf 5,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 70,8 Prozent.