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Backhaus: „Wir lassen ihn in Ruhe sterben“ – Pressekonferenz bringt traurige Gewissheit

Mecklenburg‑Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat den Küstenbundesländern Niedersachsen und Schleswig‑Holstein eine engere Zusammenarbeit für künftige Walstrandungen angeboten. Eine „Koordinierungsfunktion“ sei sinnvoll, sagte er am Dienstagnachmittag. Ziel sei es, Abläufe und Zuständigkeiten bei ähnlichen Fällen künftig besser zu bündeln.

Pressekonferenz beendet – Entscheidung gefallen

Kurz vor 17.00 Uhr endete die Pressekonferenz. Die Botschaft war eindeutig: Der Wal wird nicht mehr gerettet. Das Tier ist zu schwach, zu krank und nicht mehr transportfähig. Backhaus sprach von einer der schwersten Entscheidungen seiner Amtszeit. Der Wal liegt vollständig auf dem Boden der Kirchsee. „Er liegt fest“, sagte Backhaus. Bewegungen seien kaum noch zu erkennen. Wie lange der Sterbeprozess dauern wird, könne niemand vorhersagen.

„Schwerst krank“ – Zustand weiter verschlechtert

Expertin Stephanie Groß vom Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (ITAW) bestätigte, dass sich sein Allgemeinzustand weiter verschlechtert habe. Der Wal sei „schwerst krank“. Die Haut sei massiv geschädigt, Seilreste im Maul belasteten ihn zusätzlich. Eine Selbstbefreiung sei ausgeschlossen, da der Wasserstand viel zu niedrig sei.

Die Katamaran‑Rettung ist endgültig vom Tisch. Groß betonte, ein Transport in die Nordsee wäre zu schmerzhaft und zu gefährlich. Das Tier könnte schwer verletzt werden. „Man lässt es in Ruhe sterben“, sagte sie. Auch Backhaus erklärte, der Wal sei „nicht transportfähig“.

Auf Nachfrage bestätigte Backhaus, dass verschiedene Varianten der Sterbehilfe geprüft worden seien, darunter auch der Einsatz einer Harpune. Für ihn seien solche Maßnahmen jedoch „nicht zu akzeptieren“. Es werde keine aktive Tötung geben.

Wal soll nach dem Tod geborgen und untersucht werden

Der Körper des Wals soll der Forschung zur Verfügung gestellt werden. Backhaus betonte, man wolle die Todesursache klären: „Da haben wir alle ein Recht drauf.“ Der Wal müsse in jedem Fall geborgen werden. Wie teuer die bisherigen Maßnahmen waren, konnte Backhaus nicht beziffern. Die Einsätze von Feuerwehr, Polizei, Wissenschaft und Verwaltung liefen seit Wochen.

„Das letzte Mal“ – ein emotionaler Minister

Backhaus erinnerte daran, dass der Wal sich viermal festgeschwommen habe. „Das jetzt ist das letzte Mal“, sagte er. Er sprach von der „schlimmsten Osterphase“, die er je erlebt habe. Die Entscheidung, das Tier nun sterben zu lassen, sei ihm persönlich sehr schwer gefallen.

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