Samstag, 18.Mai 2024 | 12:29

Blackout leitet Pleite ein: Ex-Unioner ärgert Union und hält Augsburgs Traum am Leben

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Nach einem Blackout von Union Berlins Diogo Leite hat der FC Augsburg im Kampf um Europa vorgelegt. Die Mannschaft von Fußballtrainer Jess Thorup verkürzte dank des 2:0 (0:0)-Heimsiegs am Freitagabend den Rückstand auf den Tabellensechsten Eintracht Frankfurt vorübergehend auf nur noch drei Punkte.

Gleichzeitig bauten die Augsburger als Siebte ihren Vorsprung auf die TSG 1899 Hoffenheim und den SC Freiburg vorerst auf drei Zähler aus. Sollte der So-gut-wie-Meister Bayer Leverkusen auch den DFB-Pokal gewinnen, reicht auch Platz sieben für die Europa-Conference-League-Playoffs.

Union Berlin präsentierte sich in der Offensive sogar oft zielstrebig. Dennoch reichte es nicht, um im achten Bundesligaspiel nacheinander Augsburg endlich einmal zu bezwingen. Daran hatte Diogo Leite erheblichen Anteil, dessen verunglückter Rückpass vor 29.731 Zuschauern von Phillip Tietz (47.) zum erlösenden FCA-Tor ausgenutzt wurde. Joker Sven Michel, früher selbst bei Union aktiv, machte dann in der 81. Minute alles klar. Mit erstmal weiter sechs Punkten Vorsprung auf Relegationsrang 16 bleiben die Berliner im Abstiegskampf.

In Abwesenheit der verletzten Rechtsverteidiger Kevin Mbabu und Robert Gumny hatte Jess Thorup beim 1:3 vor einer Woche gegen die TSG 1899 Hoffenheim anfangs noch auf ein Experiment mit einer Dreierkette in der Abwehr gesetzt. Davon war gegen Union gar nichts mehr zu sehen. Vom Anpfiff weg besetzte Maximilian Bauer, gelernter Innenverteidiger, die rechte Außenbahn.

Die Augsburger, bei denen auch noch die verletzten Kristijan Jakic, Iago und Fredrik Jensen fehlten, brachten sich gegen eine der offensivschwächsten Mannschaften der Bundesliga erstmal selbst in die Bredouille. Abwehrspieler Jeffrey Gouweleeuw unterlief einen weiten Ball, Torwart Finn Dahmen musste aus dem Tor sprinten und vor Unions Benedict Hollerbach (12.) retten. Diese Szene trieb den Puls der Augsburger Fans aber auch nur ganz kurz in die Höhe.

Die Berliner versuchten, schnell und direkt in die Spitze zu kommen. Und das gelang der Mannschaft von Trainer Nenad Bjelica auch immer wieder erstaunlich gut. Nach einer Kombination über Hollerbach und Mikkel Kaufmann rutschte Alex Kral (26.) nur um wenige Zentimeter einschussbereit an einer Flanke vorbei. Und die Augsburger? Ihnen fehlte in der ersten Hälfte der Mumm. Sie entwickelten im Vorwärtsgang weder Tempo noch Wucht. So beendeten sie die ersten 45 Minuten ohne Torschuss.

Ihren Traumstart in die zweite Hälfte hatten die Augsburger dann Leite zu verdanken. Der Innenverteidiger spielte Tietz unbedrängt einen Rückpass genau in die Füße. Der ehemalige Darmstädter staubte mit seinem achten Saisontor ab. Der FC Augsburg gewann nach dem Führungstor aber keine Sicherheit. Michel, der knapp nicht im Abseits stand, sorgte nach Videobeweis immerhin spät für klare Verhältnisse.

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