Die Bürgermeisterwahl in Wismar entwickelt sich zu einem der spannendsten kommunalpolitischen Wettbewerbe der vergangenen Jahre. Mit der Nominierung von Manuela Medrow durch die AfD ist das Feld nun auf acht Kandidierende angewachsen – ein ungewöhnlich breites Spektrum, das von großen Parteien über kommunale Bündnisse bis hin zu unabhängigen Einzelbewerbern reicht. Die Vielfalt der Bewerbungen deutet darauf hin, dass die Wahl am 12. April stark umkämpft sein dürfte.
Kandidaturen aus Parteien, Bündnissen und der Bürgerschaft
Die Zusammensetzung des Bewerberfeldes zeigt, wie unterschiedlich die politischen Ansätze und Hintergründe der Kandidierenden sind. Neben Medrow treten mit Frank Junge (SPD), Horst Krumpen (Die Linke) und Christoph Meister (CDU) Vertreter etablierter Parteien an. Gleichzeitig schicken mit Toni Brüggert (Bürger für Wismar) und Nils Jörn (BSW) zwei kommunalpolitische Kräfte Bewerber ins Rennen, die in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Ergänzt wird das Feld durch die Einzelbewerber Horst Bartels und Christian Danielczyk, die ohne Parteibindung antreten und eigene Schwerpunkte setzen wollen.
Die AfD‑Kandidatin Medrow selbst ist politisch bislang kaum in Erscheinung getreten. Die Diplom‑Ingenieurin für Sicherheitstechnik wurde erst im November als Direktkandidatin für die Landtagswahl nominiert und im Dezember in den Vorstand des Landeselternrats gewählt. Ihre Kandidatur bringt damit eine weitere Facette in das ohnehin vielfältige Bewerberfeld.
Gemeindewahlausschuss prüft Unterlagen am Freitag
Mit dem Ende der Einreichungsfrist beginnt nun die formale Phase des Wahlverfahrens. Der Gemeindewahlausschuss tritt am Freitag zusammen, um alle eingegangenen Unterlagen zu prüfen und die endgültige Kandidatenliste zu bestätigen. Erst nach dieser Sitzung steht fest, wer tatsächlich auf dem Stimmzettel stehen wird. Die Entscheidung markiert zugleich den Übergang in die heiße Phase des Wahlkampfs, der die Hansestadt in den kommenden Wochen intensiv beschäftigen dürfte.