Die Lage des verirrten Buckelwals vor in der Wismarbucht bleibt dramatisch. Am Vormittag haben wir mit Franziska Saalmann, Expertin für Meeresschutz, über den aktuellen Zustand des Tieres gesprochen. Ihr Fazit fällt deutlich aus: Der Gesundheitszustand ist kritisch. Die Atemzüge des Wals werden seltener, er reagiert kaum noch auf Boote, die sich ihm vorsichtig nähern, und liegt nahezu regungslos im flachen Wasser.
Saalmann bestätigt, dass der Meeressäuger seit Stunden keine nennenswerte Bewegung mehr zeigt. Die Vitalwerte seien „alarmierend“, die Erschöpfung deutlich sichtbar. Dass der Wal sich in der Nacht nicht selbst befreien konnte, verschlechtere die Aussichten zusätzlich.
Welche Maßnahmen bleiben – und wie groß ist die Hoffnung?
Aktive Rettungsversuche stehen derzeit nicht im Raum. Fachleute betonen, dass jede Annäherung zusätzlichen Stress auslösen könnte. Die eingerichtete Schutzzone soll dem Tier Ruhe verschaffen, damit es – falls überhaupt noch möglich – letzte Kraftreserven mobilisieren kann.
Laut Saalmann bleiben nur zwei realistische Szenarien: Entweder der Wal schafft es aus eigener Kraft in tiefere Gewässer, oder er verendet in der Bucht. Eine gezielte Befreiungsaktion sei in der aktuellen Verfassung kaum durchführbar.
Trotz der ernsten Lage hält die Expertin einen kleinen Rest Hoffnung aufrecht…