Vorsichtiges Aufatmen in Wismar: Der Buckelwal, der tagelang im flachen Wasser der Bucht festsaß, scheint sich in der Nacht befreit zu haben. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei wurde das Tier zuletzt gegen 23.00 Uhr an der Seebrücke in Wendorf gesehen. Kurz darauf schwamm es in Richtung Hafen – und verschwand. Seitdem gab es keine bestätigten Sichtungen mehr.
Suche bei Tagesanbruch
Mit dem ersten Licht des Morgens hat die Wasserschutzpolizei die Suche wieder aufgenommen. Das Polizeiboot „Hoben“ soll in Kürze auslaufen, um die Bucht und die angrenzenden Bereiche abzufahren. Auch die Bevölkerung wird gebeten, Sichtungen sofort zu melden. Am frühen Morgen zeigte sich die Wismarer Bucht leer: keine Boote, keine Schaulustigen – und kein Wal.
Gefährliche Reise Richtung Atlantik
Sollte er tatsächlich den Weg in die Ostsee genommen haben, liegt eine lange und riskante Strecke vor ihm. Über Hunderte Kilometer müsste er durch die dänischen Meerengen bis ins Skagerrak gelangen, um die Nordsee zu erreichen. Untiefen, Stellnetze und dichter Schiffsverkehr bleiben Gefahren, die den geschwächten Wal jederzeit erneut in Schwierigkeiten bringen können.
Hoffnung nach dramatischen Tagen
Am Montag hatten Experten noch vergeblich versucht, Timmy mit Booten und Geräuschen von der Sandbank zu lösen. Erst am Abend zeigte er wieder Bewegung. Fachleute vermuten, dass der steigende Wasserstand und die Ruhephase zuvor entscheidend waren. Ob das Tier endgültig frei ist, sollen die Suchfahrten am Vormittag zeigen.