Die Zukunft des gestrandeten Buckelwals bleibt ungewiss. Umweltminister Till Backhaus betonte am Montag erneut, dass eine mögliche Bergung mit einem Spezial‑Katamaran nur infrage komme, wenn ein gesundheitliches Gutachten dem Tier eine realistische Überlebenschance bescheinigt. „Das Entscheidende ist, dass wir ein Gutachten brauchen, dass er überhaupt eine Chance hat, zu überleben“, sagte Backhaus. Der Zustand des Wals sei jedoch „wirklich ganz schlecht“.
Katamaran bleibt Option – aber vorerst nicht bestellt
Der Minister stellte klar, dass der Katamaran aus Dänemark vorerst nicht angefordert wird. Zwar könne das Schiff den tonnenschweren Wal aufnehmen und in tiefere Gewässer transportieren, doch raten Fachleute aktuell von einem solchen Eingriff ab. „Dass es solch einen Versuch überleben würde, ist nach Ansicht aller Experten unwahrscheinlich“, so Backhaus. Der Katamaran bleibe daher vor allem eine Option, um den Wal im Todesfall zu bergen. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit Steuergeldern spiele eine Rolle.
Österreichischer Konzertveranstalter bot 50.000 Euro an
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein Hilfsangebot aus Österreich. Konzertveranstalter Klaus Leutgeb, der internationale Stars wie Adele und Helene Fischer auf die Bühne bringt, bot dem Ministerium spontan 30.000 Euro an – unter der Bedingung, dass der Katamaran sofort losfahre. Bei Bedarf hätte er weitere 20.000 Euro nachgelegt. „Die Erfolgsaussichten sind mir egal. Ich möchte einfach nur, dass ihm geholfen wird“, sagte Leutgeb. Das Ministerium reagierte zurückhaltend: Ohne positive Prognose werde kein Rettungsversuch gestartet.
Wasserqualität wird erneut untersucht
Nachdem am Sonntag der Salzgehalt geprüft wurde, untersucht das Ministerium nun auch die Wasserqualität rund um den Wal. Damit soll ausgeschlossen werden, dass vom sterbenden Tier Gefahren für Umwelt oder öffentliche Gesundheit ausgehen. Timmy atmet weiterhin, sein Zustand bleibt jedoch unverändert schlecht.
Mehr Touristen an der Bucht – Polizei sichert Sperrgebiet
Die sonnige Witterung lockte am Montag zahlreiche Schaulustige zur Insel Poel. Die Polizei hält das 500‑Meter‑Sperrgebiet rund um den Wal strikt aufrecht. Zäune und Flatterband verhindern, dass Besucher zu nah an das Tier gelangen. Beamte patrouillieren regelmäßig, um Störungen zu vermeiden.