Der Kreistag Nordwestmecklenburg hat am Donnerstag einen wichtigen Standortbeschluss gefasst: Das geplante Gefahrenabwehrzentrum soll am Großgewerbestandort Upahl–Grevesmühlen entstehen. Die Mehrheit der Kreistagsmitglieder folgte damit der Empfehlung der Verwaltung, das Projekt an der A20‑Auf- und Abfahrt zwischen Grevesmühlen und Upahl zu konzentrieren.
Mit dieser Entscheidung rückt der Ausbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Warin zu einem vollwertigen Gefahrenabwehrzentrum in den Hintergrund. Für diese Variante wären zusätzliche Flächenkäufe und Waldrodungen notwendig gewesen. Die FTZ in Warin bleibt jedoch weiterhin Bestandteil der Kreisstruktur; einzelne Bereiche könnten künftig auf die rund 2,9 Hektar große Fläche in Upahl‑Grevesmühlen verlagert werden.
Für das neue Zentrum nennt der Landkreis derzeit eine grobe Kostenschätzung zwischen 30 und 50 Millionen Euro.
Wiederaufbau in Warin geht weiter
In der Feuerwehrtechnischen Zentrale Warin laufen derweil weiterhin die Arbeiten nach dem Brand im September 2023. Wie Landrat Tino Schomann (CDU) erklärte, wird die zerstörte Fahrzeughalle derzeit wieder aufgebaut. Der mutmaßliche Brandstifter ist weiterhin flüchtig.