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Großprojekt Wendorf‑Süd: Wismar startet in die nächste Entwicklungsphase

Neues Wohnquartier, Schulcampus und Kampfmittelräumung prägen die Planungen: Das geplante Wohnviertel Wendorf‑Süd zählt zu den größten städtebaulichen Vorhaben der Hansestadt Wismar. Das Areal oberhalb der Straße An der Lübschen Burg umfasst eine weitläufige Freifläche, deren Größe rund 33 Fußballfeldern entspricht. Die Stadt will dort in den kommenden Jahren ein neues Wohnquartier mit Bildungs‑ und Freizeitangeboten entwickeln.

Neubau der Ostseeschule als zentraler Baustein

Herzstück des neuen Viertels wird der Neubau der Ostseeschule. Geplant sind ein moderner Schulcampus mit Dreifeldsporthalle und Außensportanlagen. Die Investitionssumme liegt bei rund 43,5 Millionen Euro. Das bisherige Schulgebäude in der Bruno‑Tesch‑Straße soll nach Fertigstellung aufgegeben werden und könnte perspektivisch ebenfalls für Wohnzwecke genutzt werden.

Hunderte neue Wohnungen geplant

Um den steigenden Bedarf an bezahlbarem und familienfreundlichem Wohnraum zu decken, sollen auf dem Gelände großflächig neue Wohnhäuser entstehen. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Wobau Wismar ist eng in die Entwicklung eingebunden und hat bereits vorbereitende Maßnahmen umgesetzt.

Kampfmittelverdacht erschwert die Entwicklung

Da das Gebiet früher als militärischer Übungsplatz genutzt wurde, gelten Teile der Fläche als Kampfmittelverdachtsgebiet. Die Stadt verhandelt mit dem Innenministerium über Fördermittel, um die hohen Kosten der Munitionsräumung nicht auf spätere Mieten umzulegen.

Rückbauarbeiten laufen bereits

Für das neue Plangebiet wurden durch die Wobau bereits rund 125 Garagen abgerissen, weitere 35 durch die Stadt. Auch Teile der Kleingartenanlage „Sonnenschein“ müssen weichen. Die Abstimmungen mit den betroffenen Pächterinnen und Pächtern laufen.

Bauleitverfahren startet – Wettbewerb bis 2027

Die konkreten Planungen stehen noch am Anfang. Das Bauleitverfahren wird nun offiziell eingeleitet. Der architektonische Teilnahmewettbewerb für den Schulcampus soll bis 2027 abgeschlossen sein. Erst danach werden die finalen Planungs‑ und Bauleistungen vergeben.

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