Wismar wird im Spätsommer 2026 erneut zum Treffpunkt für Denkmalschützer, Architekten und Wissenschaftler aus ganz Europa. Zum 21. Mal laden die Welterbe- und Hansestädte Wismar, Stralsund, Lübeck und Rostock gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Europäischen Zentrum der Backsteinbaukunst zum internationalen Kongress ein. Die Reihe gilt als interkommunales und länderübergreifendes Projekt mit besonderem Stellenwert innerhalb der europäischen Bauwesen-Veranstaltungen.
Eröffnung durch Bürgermeister Frank Junge
Die zweitägige Fachtagung beginnt am 3. September 2026, um 13.00 Uhr in der monumentalen St.-Georgen-Kirche. Wismars Bürgermeister Frank Junge eröffnet die Veranstaltung offiziell. Neben den Grußworten der Stadtoberhäupter der beteiligten Hansestädte sprechen Dr. Steffen Skudelny für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und Dr. Ulrike Wendlandt, Geschäftsführerin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, zu den Gästen.
Fokus auf Kulturtransfer und europäische Baugeschichte
Inhaltlich richtet die Tagung den Blick auf den Kulturtransfer über Ländergrenzen hinweg. Die Referentinnen und Referenten reisen aus Polen, den Niederlanden, Rumänien, Lettland, Spanien und Deutschland an. Ihre Beiträge zeigen den Stellenwert des Backsteins in der europäischen Kulturgeschichte und verdeutlichen die Vielfalt des Materials als zeitloses, universelles und nachhaltiges Baumaterial.
Ehrenamtliches Engagement für die Backsteinarchitektur
Seit 2006 widmet sich der Kongress der Erforschung und dem Erhalt der Backsteinbaukunst. Das Europäische Zentrum der Backsteinbaukunst organisiert die Veranstaltung vollständig ehrenamtlich und erfüllt damit seinen Kernauftrag: den Reichtum der europäischen Backsteinarchitektur sichtbar zu machen und Experten-Netzwerke für die Zukunft zu stärken. Die Gründungsidee geht auf Prof. Dr. Gottfried Kiesow zurück, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.