In Wismar steht das Wochenende im Zeichen der langjährigen Beziehung zur schwedischen Geschichte. Die Altstadt verwandelt sich in eine lebendige Festkulisse mit historischem Heerlager, Marktständen und Musikprogrammen. Das Schwedenfest, das jedes Jahr im August zahlreiche Besucher anzieht, wurde am Freitagnachmittag offiziell eröffnet. Zu den Gästen zählte auch Mecklenburg‑Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.
Historische Hintergründe
Die Wurzeln des Festes reichen bis in den Dreißigjährigen Krieg zurück. Schwedische Truppen nehmen Wismar während des Konflikts ein. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 fällt die Stadt gemeinsam mit der Insel Poel und weiteren Ämtern offiziell an Schweden. Im Jahr 1803 wird das Gebiet für ein Jahrhundert an das Herzogtum Mecklenburg verpfändet. Erst 1903 erfolgt die endgültige Rückgabe an Deutschland. Heute dient das Fest dazu, die freundschaftlichen Beziehungen zu Schweden zu pflegen und die gemeinsame Geschichte sichtbar zu machen.
Großes Besucherinteresse
Die Veranstalter rechnen wie in den Vorjahren mit rund 100.000 Gästen, die das vielfältige Programm besuchen. Zwischen historischem Lagerleben und modernem Markttreiben entsteht eine breite Mischung aus Tradition und Unterhaltung. Auf insgesamt fünf Bühnen in der Altstadt und am Alten Hafen laufen bis Sonntagabend Konzerte und Kulturangebote, viele davon gestaltet von schwedischen Künstlern.