Donnerstag, 02.Dezember 2021

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Junge Klimaschützer übergeben Forderungskatalog

Mitglieder der Klimaschutzbewegung Fridays for Future in Mecklenburg-Vorpommern haben am Freitag an Abgeordnete des neu gewählten Landtags ihre Forderungen übergeben.

In dem etwa 30 Seiten umfassenden Maßnahmenkatalog verlangen die Initiatoren einen strikteren Kurswechsel in der Energie- und Klimapolitik. So soll der Ausbau der erneuerbaren Energien weit stärker vorangetrieben werden als bisher, zugleich jegliche Förderung “fossiler Infrastruktur” aufhören. Anders ließen sich die in Paris vereinbarten Klimaziele nicht erreichen, betonte der Student Peter Merk bei der Vorstellung des Papiers am Rande des seit etwa einem Monat bestehenden Rostocker Klima-Camps.

Als einen zentralen Punkt nannte er dabei die Nicht-Inbetriebnahme der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, durch die weiteres Erdgas aus Russland nach Deutschland geleitet werden soll. “Fossiles Erdgas, Methan aus Russland ist eine Sackgasse”, erklärte Merk. Er widersprach damit der Darstellung des SPD-Abgeordneten Rainer Albrecht, der die Nutzung von Erdgas als notwendige Brückentechnologie auf dem Weg hin zur Energiegewinnung ausschließlich aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne bezeichnete hatte.

Neben Albrecht von der SPD waren auch Vertreter der Linken, der Grünen und der FDP der Einladung von Fridays for Future gefolgt. Torsten Koplin von der Linken nutzte die Gelegenheit, um auf einen Gesetzesvorstoß seiner Fraktion für ein Landesklimaschutzgesetz zu verweisen. In dem Entwurf würden sich auch viele Forderungen der jungen Klimaschützer wiederfinden. Doch habe die Gesetzesvorlage im alten Landtag bei den Regierungsfraktionen von SPD und CDU keine Unterstützung gefunden. Die CDU hatte zur Übergabe des Forderungskatalogs keinen Vertreter geschickt, die AfD war laut Merk nicht eingeladen worden.

Zu den Forderungen gehören auch eine “erschwingliche, klimaneutrale und flächendeckend ausgebaute Mobilität” sowie eine “faire, vielfältige und umweltgerechte Landwirtschaft”. Im Bausektor soll mehr Nachhaltigkeit einziehen, die Industrie ressourcenschonend arbeiten. Zudem verlangten die Verfasser des Forderungskatalogs die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre, um auch jüngeren Menschen mehr Einfluss auf politische Entscheidungen zu geben.

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