Mecklenburg-Vorpommern will für Kinder und Jugendliche attraktiver werden. Die vom Landtag eingesetzte Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ stellt heute ihr fünftes Gutachten für eine kinder- und jugendgerechte Infrastruktur vor.
Das Autorenteam sieht ein „massives Abwanderungsproblem“ insbesondere der über 18-Jährigen, hieß es in einer Mitteilung des Landtags. Grund seien unter anderem wenig Zukunftschancen.
Zu den Vorschlägen des Gutachtens zählen demnach vergünstigte Fahrkarten, ähnlich wie bei Seniorentickets. Auch die Schaffung „Dritter Orte“ solle helfen – dabei gehe es um Plätze außerhalb der Wohnung, des Ausbildungs- oder Arbeitsplatzes, in denen sich Kinder und Jugendliche ausprobieren und engagieren könnten. Das stärke die Gemeinschaft, Bildung und kulturelle Teilhabe.
„Nun kommt es darauf an, die Erkenntnisse in die Form eines Abschlussberichtes zu gießen“, sagte der Kommissionsvorsitzende Christian Winter (SPD) laut der Mitteilung.
Der Landtag hatte die 25-köpfige Kommission im Januar 2022 eingesetzt, damit sie Handlungsempfehlungen für die Landespolitik erarbeitet. Damit sollen strukturelle Defizite beseitigt und Perspektiven für junge Menschen in MV geschaffen werden.