Unter dem Titel „Baustelle der Macht“ lädt das Stadtgeschichtliche Museum SCHABBELL am Sonntag, 3. Mai, um 15 Uhr zu einer besonderen Kuratorenführung ein. Im Mittelpunkt steht das Wirken von Herzog Johann Albrecht I. von Mecklenburg (1525–1576), einer der prägendsten politischen Figuren des 16. Jahrhunderts in Norddeutschland.
Ein Herzog formt Stadt und Land
Bis heute ist das Verhältnis zwischen den mecklenburgischen Herzögen und der Wismarer Bürgerschaft im Stadtbild sichtbar. Die Führung zeigt, wie Johann Albrecht I. die Entwicklung Wismars und des Herzogtums Mecklenburg politisch, kulturell und gesellschaftlich beeinflusste. Neben der Landespolitik rücken auch die persönlichen Netzwerke des Renaissancefürsten in den Blick, die oft direkten Einfluss auf Entscheidungen und Konflikte hatten.
Kunst trifft Geschichte
Begleitend zur Führung präsentiert das Museum Collagen der Künstlerin Ruth Tesmar. In ihren „Bildbriefen“ nähert sie sich Johann Albrecht I. aus künstlerischer Perspektive und greift Themen wie Reformation, Musik, Bildung, Architektur und Wissenschaft auf. Die Arbeiten ergänzen die Dauerausstellung und eröffnen neue Zugänge zur Epoche des Herzogs.
Einblicke in Politik und Privatleben
Die Kuratorenführung verbindet historische Analyse mit anschaulichen Erzählungen aus dem Umfeld der herzoglichen Familie. Dabei wird deutlich, wie eng persönliche Beziehungen, Machtfragen und gesellschaftliche Entwicklungen im 16. Jahrhundert miteinander verwoben waren. Wismar erscheint als zentraler Schauplatz dieser politischen und kulturellen Dynamik.
Eintrittspreise
Tickets kosten 16 Euro, ermäßigt 13 Euro. Mit Jahreskarte zahlen Besucherinnen und Besucher 7 Euro, ermäßigt 6 Euro.