Im Zusammenhang mit dem gestrandeten Buckelwal Timmy hat es am Samstag mehrere Versammlungen in Wismar und auf der Insel Poel gegeben. Insgesamt begleiteten rund 70 Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Wismar sowie benachbarter Dienststellen die Veranstaltungen. Die Lage blieb überwiegend ruhig, einzelne Vorfälle beschäftigten jedoch die Beamten.
Menschenkette am Wismarer Hafen
Bereits am Vormittag versammelten sich ab etwa 11.00 Uhr bis zu 150 Menschen am Alten Hafen in Wismar. Dort hielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine friedliche Mahnwache in Form einer Menschenkette ab. Die Versammlung endete gegen 12 Uhr ohne Zwischenfälle.
Angemeldete Versammlung in Kirchdorf
Am Nachmittag fand am Kirchdorfer Hafen auf Poel eine weitere angemeldete Versammlung statt. Zwischen 16 und 18 Uhr beteiligten sich dort in der Spitze rund 170 Personen. Auch diese Veranstaltung verlief weitgehend friedlich. Am Rande kam es jedoch zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Teilnehmerinnen. Die Polizei nahm zwei Strafanzeigen wegen des Verdachts der Körperverletzung auf.
Zwei spontane Versammlungen auf Poel
Bereits zuvor hatten sich im Bereich des Kirchdorfer Hafens zwei spontane Versammlungen gebildet. Die erste dauerte von 11 bis 14 Uhr und erreichte zeitweise etwa 200 Teilnehmende. Direkt im Anschluss formierte sich ein Aufzug, der vom Hafen bis zum Ortsende von Weitendorf Hof führte – genau bis an die Grenze des per Allgemeinverfügung eingerichteten Sperrbereichs rund um den Wal. An diesem Aufzug nahmen bis zu 300 Personen teil. Gegen 15 Uhr wurde die Versammlung beendet.
Personengruppe betritt Sperrbereich – Ermittlungen wegen Sachbeschädigung
Nach dem offiziellen Ende der Versammlung betraten etwa 50 Personen ein angrenzendes landwirtschaftlich genutztes Feld und überschritten dabei die Absperrung zum Sperrbereich. Ein Teil der Gruppe kehrte selbstständig um, andere gingen bis zum Ufer weiter. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde dabei ein Weidezaun beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung.
Polizei mit großem Kräfteansatz vor Ort
Insgesamt war die Polizeiinspektion Wismar mit rund 70 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Die Versammlungen wurden durchgängig begleitet, um einen geordneten Ablauf sicherzustellen und den Sperrbereich zu schützen.