Seit Dienstag ergänzen zwei neue Informationstafeln am Rathaus und an der St.-Nikolai-Kirche die Erinnerungskultur der Hansestadt Wismar. Sie widmen sich den Ereignissen der Friedlichen Revolution 1989/1990 und erzählen von Menschen, die sich für Freiheit, Demokratie und gesellschaftlichen Wandel eingesetzt haben. Die Tafeln sind dauerhaft zugänglich und sollen dazu anregen, sich mit der lokalen Geschichte des politischen Aufbruchs auseinanderzusetzen.
Rathaus: Aufbruch, Protest und Runder Tisch
Unter der Überschrift Friedlich. Entschlossen. Gemeinsam. – Wismar im Herbst des Aufbruchs 1989 zeigt die Tafel am Rathaus den Weg von der ersten Formierung des Neuen Forums in Voßkuhl über die Demonstrationen in der Stadt bis zur Einrichtung des Runden Tisches. Sie dokumentiert, wie sich Bürgerinnen und Bürger in Wismar organisierten und aktiv an politischen Veränderungen mitwirkten.
St.-Nikolai-Kirche: Rolle der Kirche und zivilgesellschaftliche Initiativen
Die zweite Tafel an der St.-Nikolai-Kirche beleuchtet die Bedeutung kirchlicher Räume im Herbst 1989. Sie informiert über das Neue Forum und das Ökumenische Zentrum für Umweltarbeit (ÖZU), das als wichtiger Ort für Diskussion, Vernetzung und gesellschaftliches Engagement diente. Die Darstellung zeigt, wie kirchliche Gruppen den Reformprozess unterstützten und Menschen zusammenbrachten.
Impuls für jüngere Generationen
Mit den neuen Tafeln wird ein Stück Wismarer Geschichte im Stadtbild präsent und für alle zugänglich. Besonders für jüngere Menschen bieten sie einen niedrigschwelligen Zugang zur Zeit der Friedlichen Revolution und regen dazu an, sich mit Themen wie Freiheit, Mitbestimmung und zivilem Engagement auseinanderzusetzen.