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Podcast: Der internationale Museumstag am Sonntag im Wismarer “Schabbell”

Am Sonntag ist es – nach zwei Jahren voller Hindernisse – endlich soweit: Unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken“ stellt das Museumsteam am Internationalen Museumstag sein Welterbe, das Schabbell, vor und gibt Einblicke in die vielseitigen Aufgaben, erzählt spannenden Geschichten zu den Lieblingsstücken und verrät die liebsten Orte. Die Museumsgäste sind eingeladen hinter die Kulissen zu schauen und die Vielfalt der Museumsarbeit sowie die beiden Denkmale vom Keller bis zum Dachboden selbst zu erleben.

20 Jahre UNESCO – Welterbe Wismar, das ist auch das Thema, das wir im Garten mit Museumsleiterin Corinna Schubert und Museumspädagogin Anne-Christin Liebscher zu besprechen haben, bevor es dann wieder viele von 10.00 – 18.00 Uhr ins “Schabbell” lockt…

Der Eintritt ist frei. Das Museum ist von 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet.

Das Programm:

10:50 Uhr | Begrüßung und Eröffnung des Internationalen Museumstages
11:00 – 11:30 Uhr | Verwechslung ausgeschlossen!

Mit der Museumsleiterin Corinna Schubert auf den Spuren Wismarer Ratsherren.

Schon im ersten Band des Bestsellers „Civitates orbis terrarum“ von Georg Braun und Franz Hogenberg wird Wismar 1572 abgebildet. Doch die Wismarer Ratsherren sind empört. Den Herausgebern des fünfbändigen Städtebuches ist ein gravierender Fehler unterlaufen. Was ist passiert? Hier können Sie es erfahren.

11:30 Uhr und 14:00 Uhr | Patient Schwedenkopf
Der Museumsrestaurator Jens Wyssusek berichtet über den hölzernen Gesellen.

Der alte Schwedenkopf wurde schon vor vielen Wochen in die Restaurierungswerkstatt des Museums gebracht. Hier wurden Proben genommen, Risse geöffnet, geforscht, geredet und sogar gestritten. Der Museumsrestaurator hat in den Patienten hineingeschaut, gereinigt, fungizid behandelt, partiell entsalzen, geschlossen … und geheilt?

11:45 – 12:15 Uhr | Reiter im Museum
Die Kunsthistorikerin Dr. Karen Hammer erzählt über den Heiligen Georg.

Die Skulptur des Heiligen Georg im Wismarer Schabbell ist ein Beispiel für volkstümliche spätmittelalterliche Frömmigkeit. Beispiele für vollplastische Reiterfiguren auf Pferden finden sich für das Spätmittelalter in Kirchen und Museen in Norddeutschland und Dänemark aber auch in Finnland und Schweden. Die Vielzahl und der Erhaltungszustand der unterlebensgroßen Figuren im Ostseeraum zeigen, dass diese Figuren im kirchlichen Kontext üblich waren und durch die starke Benutzung bzw. Umnutzung vergangen sind

12:30 – 13:00 Uhr | Drunter und Drüber. Alles eine Frage der Unterwäsche
Die Historikerin Adina-Therése Kolenda betrachtet die Wäsche der Wismarerinnen und Wismarer.

Was trugen die Wismarerinnen und Wismarer unter ihren opulenten Röcken? Welche Rolle spielten Unterwäsche und Hygiene? Diesen Fragen wird mithilfe von ausgewählten Porträts aus dem 18. Jahrhundert und einem Kleid des frühen 19. Jahrhunderts auf die Spur gegangen.

13:30 Uhr und 16:30 Uhr | Frisch eingeflogen.
„Hej kleiner Henry! Ein Wismarer Möwenkind wird mutig“ – heißt das erste Kinderbuch aus dem Museum und heute ist der große Tag, an dem es vorgestellt wird. Kleine und große Bücherfreunde lernen die Hauptfiguren der Geschichte kennen: Möwe Henry, Oma Lotte und den berühmten Piraten Claus Törtchenbäcker. Im Anschluss kann gebastelt werden.
Mit dabei sind die Autorin Anne-Christin Liebscher, die Illustratorin Susann Lenke und der callidus Verlag.

14:45 – 15:15 Uhr | Versteckte Zugänge und verschlossene Schubladen …
Mit der Historikerin Adina-Therése Kolenda architektonische Hingucker entdecken.

Lassen Sie uns gemeinsam architektonische Details aufspüren und in bisher verschlossene Schubladen blicken! Dabei werden besonders die Exponate der Künstlerin Sella Hasse im Mittelpunkt stehen.

15:00 – 16:00 Uhr | Sagenzeit
Lauscht der Wismarer Erzählerin Corina Kreuzwirth, wenn sie Sagenhaftes erzählt.

15:30 – 16:00 Uhr | Australische Kunst in Wismar
Mit der Kunsthistorikerin Dr. Karen Hammer in die Gemäldekisten geschaut.

Die Gemälde der Möglinschen Sammlung kamen ab 1894 sukzessive über einen ausgewanderten Zweig der Familie als Erbschaft nach Wismar. Australische Künstler waren im 19. Jahrhundert stark in der britischen Tradition und/oder mit der deutschen Malerei verbunden. Die Künstler idealisierten das Wilde Buschland mit romantischen Elementen. Erst Ende der 1890er Jahre wandten sie sich spezifischen australischen Themen zu. Beeinflusst von den französischen Impressionisten schufen sie aus Landschaft, Licht und Luft einen neuen eigenständigen Bildtypus. Das Museum besitzt zahlreiche Beispiele aus dieser Zeit.

Ab 12:00 Uhr Kuchenbasar, warme und kalte Getränke sowie Spielangebote bei Sonne und Musik im Museumsgarten.

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