Hinter dem personellen Einschnitt beim FC Anker Wismar steht eine umfassende Neuausrichtung für die kommende Oberliga‑Saison. Die Vereinsführung will künftig stärker auf einheimische Talente setzen und eine Mannschaft formen, die durch regionale Identität und hohe Einsatzbereitschaft überzeugt.
Der geschlossene Wechsel von sechs Spielern zum FSV Bentwisch – darunter erfahrene Kräfte wie Mittelfeldspieler Gordon Grotkopp – schafft dafür erheblichen Raum im Kader. Die frei werdenden Positionen sollen gezielt mit jungen Nachwuchsspielern besetzt werden.
Neues Trainerduo steht für den Übergang vom Jugend- zum Herrenbereich
Für diesen Kurswechsel wurde auch die sportliche Leitung an der Seitenlinie neu aufgestellt. Der künftige Cheftrainer Tobias Sieg, Inhaber der UEFA‑A‑Lizenz, kommt vom F.C. Hansa Rostock, wo er vier Jahre lang die U17‑Bundesligamannschaft prägte. Er gilt als ausgewiesener Experte für die Entwicklung junger Spieler im Übergang zum Herrenfußball.
Unterstützt wird er von Co‑Trainer Paul Stubbe, einem früheren Wismarer Spieler, der zuletzt den MSV Pampow betreute. Das Duo folgt auf Matthias Fink, der nach dem letzten Heimspiel im Kurt‑Bürger‑Stadion planmäßig kürzertritt und künftig im Nachwuchsbereich weiterarbeitet.
Neuer Sportchef Köhn verkörpert den Wismarer Weg
Die strategischen Fäden zieht ab dem 1. Juli der neue sportliche Leiter Hannes‑Michel Köhn. Der 33‑Jährige ist eng mit dem Verein verwurzelt: Er durchlief die gesamte Jugend des FC Anker, gewann mit den Herren zwei Verbandsliga‑Meisterschaften und war zuletzt Spielertrainer der zweiten Mannschaft.
Köhn übernimmt das Amt von Danny Pommerenke, der nach fünf Jahren und dem erfolgreichen Oberliga‑Aufstieg 2023 die Verantwortung weitergibt. Mit Köhn setzt der Verein bewusst auf eine Führungspersönlichkeit, die den eingeschlagenen Weg der regionalen Identität glaubwürdig verkörpert.
Ziel: Eine hungrige Mannschaft für die Oberliga
Mit dem personellen Umbruch und der neuen sportlichen Führung will der FC Anker Wismar eine Mannschaft formen, die langfristig konkurrenzfähig bleibt und gleichzeitig die eigene Nachwuchsarbeit stärker in den Mittelpunkt rückt. Der Verein setzt damit auf Kontinuität im Konzept – und auf frische Impulse auf dem Platz.