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Regierung plant flexiblere Arbeitszeiten – Tourismusstrategie bringt Änderungen

Die Bundesregierung hat in ihrer neuen nationalen Tourismusstrategie eine Reform angekündigt, die den Arbeitsalltag von Millionen Beschäftigten grundlegend verändern könnte. Das Bundeskabinett will die Möglichkeit schaffen, die Höchstarbeitszeit künftig wöchentlich statt täglich zu regeln. Damit würde ein zentraler Baustein des bisherigen Arbeitszeitgesetzes neu gefasst – mit erheblichen Folgen für Betriebe und Beschäftigte.

Mehr Flexibilität für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Bislang dürfen Arbeitnehmer pro Tag grundsätzlich acht Stunden arbeiten, in Ausnahmefällen bis zu zehn, sofern im Durchschnitt von sechs Monaten wieder acht Stunden eingehalten werden. Die geplante Neuregelung würde diesen Rahmen deutlich erweitern. Künftig könnten Beschäftigte länger am Stück arbeiten und dafür an anderen Tagen frei haben. Die Regierung begründet dies mit einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Besonders Eltern oder Menschen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten sollen profitieren.

Entlastung für Tourismus und Gastgewerbe

Die Reform ist Teil der neuen Tourismusstrategie, die vor allem Branchen mit saisonalen, nächtlichen oder stark schwankenden Arbeitszeiten entlasten soll. Hotels, Gastronomie und Freizeitbetriebe könnten flexibler planen und Personal bedarfsgerechter einsetzen. Auch wenn die Strategie aus dem Tourismus heraus entwickelt wurde, soll das neue Arbeitszeitgesetz branchenübergreifend gelten.

Weniger Kosten, weniger Bürokratie

Neben der Arbeitszeitreform enthält die Strategie weitere Maßnahmen, die die Branche finanziell und organisatorisch entlasten sollen. So sollen die Beiträge der Reiseveranstalter zum Reisesicherungsfonds sinken. Der Fonds, der Kundinnen und Kunden bei Insolvenzen schützt, ist derzeit gut gefüllt – niedrigere Beiträge könnten sich langfristig sogar auf die Reisepreise auswirken.

Zudem plant die Bundesregierung sogenannte Praxis‑Checks, um überflüssige Vorgaben und Berichtspflichten aufzuspüren. Vor allem kleine Betriebe seien heute „über die Maßen belastet“, heißt es im Papier. Ziel ist es, bürokratische Hürden abzubauen und Unternehmen mehr Freiraum zu geben.

Ein Schritt mit Signalwirkung

Mit der neuen Tourismusstrategie setzt die Regierung ein Zeichen für mehr Flexibilität, weniger Bürokratie und eine Modernisierung des Arbeitsrechts. Gleichzeitig dürfte die Debatte über Chancen und Risiken flexibler Arbeitszeiten an Fahrt aufnehmen – zwischen wirtschaftlichen Interessen, Arbeitsschutz und dem Wunsch vieler Beschäftigter nach mehr Selbstbestimmung.

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