Die Vorbereitungen für die Bergung des seit 17 Tagen vor Poel gestrandeten Buckelwals laufen weiter, dauern aber länger als zunächst erwartet. Nach Angaben der beteiligten Bergungsfirma wird der Wal frühestens am Freitag angehoben und auf die vorgesehenen Pontons verladen.
Ausrüstung vor Ort – Aufbau läuft
Am Ufer der Bucht sind inzwischen mehrere Transporter eingetroffen, die Teile der Spezialausrüstung liefern. Dazu gehören Pontons, zwei Schwerlastkräne und ein Container mit technischem Gerät. Bauzäune und Polizeikräfte sichern den Bereich, um Schaulustige fernzuhalten. Ein Teil des Equipments wurde bereits ins Wasser gebracht, weitere Elemente sollen im Laufe des Tages folgen.
Bergungsfirma bestätigt Verschiebung
Fred Babbel, Leiter der Bergungsfirma, erklärte am Nachmittag, dass die Konstruktion zur Anhebung des Wals den Einsatzort erst am Freitag erreichen werde. Ein Anheben mit Luftkissen sei heute nicht mehr möglich. Die Vorbereitungen liefen jedoch „auf Hochtouren“.
Wal wird weiter stabilisiert
Der Wal wird weiterhin von Helfern betreut. Teile seiner verletzten und rissigen Haut wurden mit Tüchern bedeckt. Nach Informationen aus dem Einsatzteam dienen sie dazu, die Haut feucht zu halten und ein Austrocknen zu verhindern.
Zudem soll verhindert werden, dass während der Rettungsarbeiten Material zu nah an das Atemloch gelangt.
Helfer und Taucher benetzen den Wal regelmäßig mit Wasser. Mindestens ein Tierarzt ist vor Ort und begleitet die Maßnahmen.
Backhaus: „Der Wal hat eine Chance“
Mecklenburg‑Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus betonte am Mittag, dass das Tier trotz seines kritischen Zustands weiterhin Aktivität zeige. Der Wal bewege gelegentlich die Flossen, hebe den Kopf und atme regelmäßig.
Backhaus sagte, er werde den Wal „bis zum Ende begleiten – in die Freiheit fürs Leben oder auch andersrum“.